Im Scheinwerferlicht der Ermittlungen: ein 24-jähriger Ukrainer, der laut SPIEGEL-Informationen Anfang Oktober 2025 aus Polen nach Deutschland kam. Offenbar reiste er per Fernbus, checkte kaum sichtbar in Berlin ein, und erhielt wenig später auf einer kaum beachteten Ausfallstraße zwei Pakete, in denen sich Pistolen befanden. Das ganze liest sich fast wie aus einem Krimi – aber die Spuren führen ins Hier und Jetzt. Anschließend verschwand der Verdächtige mitsamt seiner Lieferung zum Müggelsee. Dort, tief im Forst und fernab von Spazierwegen, vergrub er die Waffen – ein Depot, das vermutlich nicht für ihn allein angelegt wurde. Noch am selben Tag nahm er erneut einen Bus und kehrte nach Polen zurück. Doch die Reise sollte nicht enden: In Rumänien wurde er schließlich erwischt, zusammen mit einem mutmaßlichen Komplizen und dem Versuch, Sprengsätze (verpackt und getarnt) per ukrainischem Kurierdienst Nova Post zu verschicken. Der Plan scheiterte – Sicherheitsleute griffen zu und setzten die beiden fest. Rumänische Behörden zufolge könnten sie Teil eines ungewöhnlich weitverzweigten Sabotagenetzwerks sein, das von russischen Nachrichtendiensten koordiniert wird. Welche Ziele wirklich verfolgt wurden? Keine Klarheit, aber das diffuse Unbehagen bleibt. Die Verteidigung des Hauptverdächtigen bleibt stumm, was das Ganze nicht weniger mysteriös macht.
Die europäischen und deutschen Sicherheitsdienste untersuchen einen Fall, der den Verdacht auf ein von Russland unterstütztes Sabotagenetzwerk in mehreren Staaten Europas erhärtet. Im Fokus steht ein Ukrainer, der im Berliner Raum Waffen versteckte und offenbar mit anderen Verdächtigen grenzübergreifend agierte, bis beide in Rumänien bei einer geplanten Paketbombe geschnappt wurden. Neben den Ermittlungen in Deutschland gibt es Hinweise, dass vergleichbare Vorfälle – etwa Attacken auf Infrastruktur und Logistikzentren – auch in Warschau und Prag beobachtet wurden. Sicherheitskreise sprechen von hybrider Kriegsführung: klassische Spionage trifft auf gezielte Destabilisierung, was Behörden und Politik zunehmend beschäftigt. Neuere Recherchen zeigen zudem, dass osteuropäische Logistikunternehmen als Deckmantel für illegale Transporte genutzt werden, und dass das Tarnen von kleinen, mobilen Gruppen für die Nachrichtendienste eine Art neue Normalität zu werden scheint. Laut Ermittlern wächst die Gefahr, dass solche Aktionen auch politische Reaktionen in der EU provozieren – einige sprechen bereits von einer 'kalten Kriegsführung 2.0'.