Zwischen Eskalation und Verhandlung: Trump verschiebt Iran-Ultimatum erneut

Donald Trump hat das von den USA verhängte Ultimatum zur Öffnung der Straße von Hormus verlängert. In seinem Netzwerk Truth Social postete Trump lediglich eine knapp gehaltene Zeitangabe: 'Dienstag, 20 Uhr Eastern Time.' Was an diesem Tag passieren soll, bleibt weiterhin im Unklaren.

05.04.26 21:37 Uhr | 87 mal gelesen

Auf Nachfrage amerikanischer Medien bestätigte Trump, dass sich seine Ankündigung auf das angedrohte Ultimatum bezog. Noch am Vortag hatte er unverblümt damit gedroht, im Falle einer nicht erfolgenden Öffnung der strategisch wichtigen Meerenge, die gesamte zivile Infrastruktur des Iran ins Visier zu nehmen – darunter explizit Energieversorger und Brücken. In einem Interview auf Fox News verschärfte er den Ton: Er werde notfalls, so seine Worte, 'alles dem Erdboden gleichmachen und das Öl sichern.' Trotz des martialischen Auftretens ließ er aber auch durchblicken, dass er nach wie vor Chancen für eine Einigung sehe, da Gespräche liefen – man könne ja nie wissen. Derweil meldete sich auch Irans Parlamentspräsident Ghalibaf zu Wort. Seine Warnung: Trumps Eskalation drohe, die USA und die Region ins Chaos zu stürzen. Die Lage könnte kippen – und manchmal fühlt sich Politik fast kafkaesk an, wenn eine einzige knappe Uhrzeit so viel Sprengkraft enthält.

Trump hat das Ultimatum gegenüber Iran ein weiteres Mal nach hinten verschoben. Wieder – und man könnte sagen, beinahe in gewohnter Manier – wurden ernste Drohungen geäußert, falls die zentrale Wasserstraße nicht freigegeben werde. Die jeweiligen Reaktionen sind ein Spiegelbild der angespannten Beziehungen: Während Trump mit massiver Gewalt drohte, warnte Irans Führung vor einer Katastrophe für die USA selbst. Zusätzliche Recherche: Seit Sonntagabend hat sich die Lage weiter zugespitzt. Laut mehreren aktuelleren Medienberichten aus Deutschland und internationalen Agenturen werden in den diplomatischen Kanälen intensive Gespräche geführt. Die Europäische Union und einzelne Golfstaaten haben sich in den vergangenen 24 Stunden eingeschaltet und drängen auf eine kurzfristige Deeskalation – unter anderem, um eine Unterbrechung der globalen Öllieferketten abzuwenden. Iran bestreitet weiterhin jede Blockadeabsicht und betont, dass das US-Ultimatum völkerrechtswidrig sei. Gleichzeitig wächst die Sorge, dass eine militärische Konfrontation zum Flächenbrand führen könnte, nicht nur in der Region, sondern auch mit globalen wirtschaftlichen Konsequenzen. In sozialen Medien kursieren Spekulationen, dass hinter Trumps Drohungen auch innenpolitische Motive stecken könnten, etwa um von anderen Themen abzulenken oder sich als starker Mann vor den Wahlen zu inszenieren.