Die Atmosphäre auf dem Messegelände: geschäftiges Treiben, hier und da ein Stau vor den Ständen, während draußen Schneeflocken aus grauen Wolken tanzen – fast schon wie in einer alten Kindheitserinnerung. Trotz globaler Unsicherheiten zeigten sich 93 Prozent der Aussteller begeistert über ihre Teilnahme, ein Sprung nach oben im Vergleich zum Vorjahr. Große Namen wie Mattel feierten internationale Produkteinführungen, während der Fokus vieler Aussteller klar auf die steigende Bedeutung erwachsener Spielzeugfans, den sogenannten Kidults, lag. Gerade China und Hongkong verzeichneten diesmal mehr Besuch, da Überschneidungen mit dem chinesischen Neujahr ausgeblieben waren. Mexiko und die Türkei behaupteten sich ebenfalls mit deutlichem Wachstum, und innerhalb Europas konnten Großbritannien und Frankreich positiv überraschen – ein durchaus bemerkenswerter Wandel, denn internationale Reiselust ist nicht mehr selbstverständlich. Interessant war zudem das Medienaufgebot, so als hätte die ganze Branche darauf gewartet, endlich wieder 'groß rauszukommen.'
Zwei Innovationstrends rückten dabei ins Rampenlicht: "AI Loves (to) Play" – also Produkte, die künstliche Intelligenz und analoge Spielfreude verschmelzen – neben "Creative Mindfulness," der spielerischen Förderung von Achtsamkeit. Unternehmen wie iDventure reiten auf dieser Welle mit einer Auszeichnung für ihr Konzept. Im Gespräch mit Aussteller:innen wurde schnell klar: Die Messe ist für viele der wichtigste jährliche Fixpunkt – kein digitaler Ersatz wirkt so verbindend.
Lizenzgeschäfte spielten erneut eine entscheidende Rolle und bekamen auf der Messe eine eigene Anlaufstelle. Toy Business Forum und die neu gestartete Value of Play Conference lieferten Entwicklungsimpulse und handfeste Praxisbeispiele. Die Stimmung schwankte zwischen begeistertem Networking bei Abendveranstaltungen und konzentriertem Austausch in den Hallen – und manchmal eben einfach nur Staunen über die bunte, verspielte Welt, die hier zusammenkam. Am Ende bekennen sich 90 Prozent der Unternehmen zur Teilnahme in zwei Jahren – was bleibt, ist der Eindruck einer Veranstaltung, die nicht nur Trends setzt, sondern Menschen und Märkte tatsächlich verbindet.
Der beeindruckende Erfolg der 75. Spielwarenmesse speiste sich aus einer Mischung von Nostalgie, Gegenwart und Zukunftslust. Über 2300 Aussteller und fast 59.000 Gäste aus 121 Ländern sorgten für internationale Vielfalt, wobei besonders die wachsende Zielgruppe der 'erwachsenen Spielenden' auffiel. Künstliche Intelligenz und Wellbeing als Leitthemen, ein starker Fokus auf Lizenzen und Networking – und nicht zu vergessen: Die Bereitschaft zum Feiern trotz widriger Umstände. Ergänzend zeigen aktuelle Recherchen, dass mehrere Messe-Highlights – wie die Auszeichnung innovativer Produkte und die Präsenz neuer Märkte (z.B. Asien) – in der Fachpresse positiv besprochen werden. Laut taz.de steht die Spielwarenmesse exemplarisch für die Transformation klassischer Branchen hin zu mehr Nachhaltigkeit und Digitalisierung, wobei insbesondere das Thema künstliche Intelligenz und digitale Spiele-Welten immer mehr an Bedeutung gewinnt.