Zander bringt es ziemlich unmissverständlich auf den Punkt: Damit Betriebsrenten durchstarten, müssten Beiträge und spätere Auszahlungen komplett von Steuern und Abgaben befreit werden – klingt simpel, ist politisch aber eine echte Hausnummer. Sein Vorschlag: Die attraktive steuerliche Sonderbehandlung sollte exklusiv für das Sozialpartnermodell gelten, also dort, wo Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter in Tarifverträgen die Spielregeln der reinen Beitragszusage festzurren. Das öffnet mehr Türen für kluge Kapitalanlagen – und, mal ehrlich, davon profitieren am Ende alle, meint zumindest Zander. Christoph Ahlhaus vom BVMW doppelt nach: Betriebsrenten müssen unkomplizierter, transparenter und flexibler werden, sonst klappt das schlichtweg nicht. Besonders beim Arbeitsplatzwechsel sollte der Anspruch nicht einfach verpuffen – der Gesetzgeber müsse bürokratische Stolpersteine beseitigen und Arbeitgeber wie Versicherer vor überzogenen Haftungsrisiken schützen. Übrigens: Das Sozialministerium hat die Akteure gerade erst eingeladen, um bis September ihre Meinungen beizusteuern. Der Gesprächsauftakt in Berlin steht dann im Oktober an.
Die Forderung nach steuer- und beitragsfreien Betriebsrenten ist keineswegs neu, wird nun aber von Arbeitgeberseite im Kontext des Sozialpartnerdialogs besonders betont. Im Zentrum steht das Sozialpartnermodell mit reiner Beitragszusage, das mehr Spielraum für Investitionen am Kapitalmarkt zulässt – theoretisch könnten dadurch höhere Betriebsrenten erzielt werden, allerdings bleibt in der Praxis die Akzeptanz gering. Laut aktuellen Recherchen diskutieren Gewerkschaften und Politik, ob dies tatsächlich zur Verbreitung beiträgt oder zu mehr Unsicherheit, da viele Beschäftigte Angst haben, ihre Ansprüche bei Jobwechseln, Insolvenzen oder durch geringe Beteiligung zu verlieren. (Mehr dazu auch auf [FAZ.net](https://www.faz.net))