Im Kern wirft Felix Banaszak der Innenministerkonferenz vor, den Ernst der Bedrohung durch rechtsextreme Strukturen zu unterschätzen und die Debatte darüber zu meiden. Angesichts der jüngst stark angestiegenen Zahlen politisch motivierter Straftaten, vor allem aus dem rechten Lager, plädiert er für ein aussagekräftiges, koordiniertes Vorgehen, um die demokratischen Grundwerte zu sichern. Hintergrund sind aktuelle Debatten um eine Zunahme rechtsextremer Gewalt, die Bundesregierung kommt dabei verstärkt unter Zugzwang, wie auch der Verfassungsschutzbericht 2023 zeigt – mit einem Anstieg rechtsextremer Straftaten um mehr als zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch in den vergangenen Tagen wurde die Kritik lauter, dass staatliche Stellen rechtsextreme Netzwerke zu spät oder gar nicht erkennen; Initiativen wie die Aktion "Zusammen gegen Rechts" und Aufrufe aus der Zivilgesellschaft verstärken den öffentlichen Druck, den Kampf gegen Rechtsextremismus ganz oben auf die politische Agenda zu setzen. In Medienberichten – beispielsweise bei Spiegel und FAZ – spiegelt sich die Debatte wider: Dort wird auf die Notwendigkeit hingewiesen, auch im Länderverbund das Thema entschiedener anzugehen, anstatt es mit Verweis auf andere Gefahren zu relativieren.