Bayern erringt mühsamen Sieg in Wolfsburg – Spannung im Abstiegskampf hält an

Im vorletzten Match der Bundesligasaison setzte sich der FC Bayern München mit einem knappen 1:0 beim VfL Wolfsburg durch – eine Begegnung, die für beide Vereine viel auf dem Spiel hatte.

09.05.26 20:41 Uhr | 26 mal gelesen

Also, der Abend in Wolfsburg – irgendwie lag da was in der Luft. Wolfsburg kämpfte mit dem Rücken zur Wand, der Absturz in die zweite Liga drohte akut. Die Bayern wiederum, noch leicht verkatert vom aus der Champions League, wirkten zu Beginn ungewohnt fahrlässig. Die erste Hälfte? Ein paar brenzlige Situationen im Münchner Strafraum, doch der Wolfsburger Torwart Grabara stach am deutlichsten hervor, fast schon ein surreales Spiel im Spiel. Ausgerechnet Kane, eigentlich ein sicherer Elfmeterschütze, rutscht weg und jagt den Ball vorbei – ich hab selten so kollektives Aufstöhnen gehört, wie im Block der Bayern-Fans. Nach dem Seitenwechsel, Minute 56, zieht Olise nach doppeltem Übersteiger von Laimer flankiert ab und hämmert die Kugel – die Latte schwingt immer noch, könnte man meinen – ins Netz. Danach wurde wild gewechselt: Kompany schickte frische Bayern auf den Rasen, Hecking suchte offensiven Mut. Trotzdem, die Wolfsburger kamen nicht mehr wirklich ran, zu stabil die Bayern-Hintermannschaft. Und jetzt? Wolfsburg sitzt auf dem Relegationsrang fest, punktgleich mit St. Pauli, die ihnen im Nacken kleben. Köln wie auch Werder atmen dagegen auf – Klassenerhalt gesichert. Und falls Heidenheim am Sonntag Köln schlägt, wird es im Keller nochmal richtig giftig.

Die Partie zwischen Bayern und Wolfsburg zeigte, dass in Fußball selbst scheinbare Favoritenrolle keine Sicherheit bedeutet. Beide Teams wollten unbedingt gewinnen – die einen wegen des Abstiegskampfs, die anderen, um nach internationalem Frust wenigstens ligaweit zu punkten. Besonders auffällig blieb die Leistung von Torhüter Grabara und der Fehlschuss von Kane – solche Details können eine Saison prägen. Beim Blick auf die aktuellen Entwicklungen findet sich in nahezu jeder großen deutschen Zeitung der Fokus auf die Prekarität im Abstiegskampf: Wolfsburgs Lage bleibt kritisch, weil der 1:0-Sieg von Bayern und die eigenen Versäumnisse den Sprung ans rettende Ufer verderben. Die Reaktionen reichen von Rücktrittsforderungen für Verantwortliche bis zu Sympathiebekundungen für die leidenden VfL-Fans – Fußball bleibt in Deutschland eben nie nur ein Spiel, sondern wirft große Schatten auf das Selbstverständnis ganzer Städte. Auch die Zukunft von VfL-Coach Dieter Hecking steht angesichts der enttäuschenden Saison auf der Kippe; in den kommenden Tagen wird sich entscheiden, ob er das Vertrauen weiterhin genießt oder der Verein auf frischen Wind setzt. Ein weiterer Punkt, den Kommentatoren heben: Das Rennen am Tabellenende bleibt so offen wie selten. Wer nach der langen Saison schlussendlich in die Relegation muss, ist völlig unklar – Heidenheim, St. Pauli und Wolfsburg balgen sich am allerletzten Spieltag um das nackte Überleben.

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