Bundesregierung zieht Konsequenzen: Neue Reisewarnungen für den Nahen Osten ausgesprochen
Nach einer aktuellen Krisensitzung im Auswärtigen Amt zieht die Bundesregierung bei den Reisehinweisen für den Nahen und Mittleren Osten die Zügel an.
Für Bahrain, Irak, Israel, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi-Arabien sowie die Vereinigten Arabischen Emirate gilt nun offiziell eine Reisewarnung, wie am Samstag durchsickerte.
Im Fall des Iran bleibt die Reisewarnung mit Hinweis auf dringende Ausreise schon seit Herbst 2022 bestehen.
heute 16:34 Uhr | 2 mal gelesen
Die deutschen Botschaften und Konsulate sind weiterhin in engem Austausch mit den deutschen Bürgerinnen und Bürgern, die sich aktuell in der Region aufhalten. Gleichzeitig hat das Auswärtige Amt für das eigene Personal vor Ort spezielle Schutzmaßnahmen eingeleitet. Es scheint, dass diese Vorsichtsmaßnahmen nicht nur eine Reaktion auf die jüngste Eskalation sind, sondern auch das Bemühen widerspiegeln, flexibel und schnell auf konkrete Bedrohungen zu reagieren. Grenzverläufe und aktuelle politische Entwicklungen in der Region können sich recht abrupt verändern – das wurde in den letzten Tagen wieder einmal schmerzhaft sichtbar.
Die Bundesregierung verschärft ihre Reise- und Sicherheitshinweise für den Nahen Osten und reagiert damit auf die jüngste Zuspitzung der Lage vor Ort. Deutsche Auslandsvertretungen beraten und unterstützen Staatsangehörige weiterhin und treffen zusätzliche Vorkehrungen zum Schutz der diplomatischen Mitarbeiter. Hintergrund der Verschärfung sind unter anderem neue Drohungen und militärische Zuspitzungen in mehreren Ländern der Region. Ein zusätzlicher Kontext, der derzeit häufig diskutiert wird: Wie können die Regierungen sicherstellen, dass Reisewarnungen nicht nur Bürokratie sind, sondern tatsächlich Leben retten? Und was bedeutet das langfristig für politische und wirtschaftliche Beziehungen zwischen Deutschland und den betroffenen Staaten? In Medien wird außerdem berichtet, dass andere europäische Länder ebenfalls ihre Warnungen anpassen – mit teils unterschiedlichen Schwerpunkten, je nach eigenen Interessen und Staatsbürgern vor Ort.