Die CDU verbesserte ihr Wahlergebnis in Baden-Württemberg leicht und verzeichnete mehr Wählerstimmen, bleibt aber erneut hauchdünn hinter den Grünen – ein Resultat, das Jens Spahn als 'bitter' einstuft, auch wenn er keinen Fehler bei der Bundespartei sieht. Überraschenderweise halfen Maßnahmen wie die Ablehnung des Heizungsgesetzes und das geplante Ende des Bürgergeldes offenbar, die Stammwählerschaft zu motivieren. In den überregionalen Medien wird insbesondere die Stabilität der grün-schwarzen Koalition diskutiert sowie das landesweit schlechte Abschneiden der SPD, FDP und Linken – verbunden mit vielerorts wachsender Unzufriedenheit gegenüber der Politik der Bundesregierung. Laut aktuellen Analysen hat der knappe Vorsprung der Grünen in Baden-Württemberg vor allem mit landespolitischen Themen, der Beliebtheit einzelner Spitzenkandidaten und einer teils diffusen Wechselstimmung unter den Wählern zu tun. Die bundespolitische Großwetterlage – insbesondere die Debatten um Migration, Inflation und Wirtschaftslage – spielte zwar im Hintergrund eine Rolle, bestimmte aber nicht allein das Votum. In manchen Regionen, etwa in ländlichen Räumen, schnitten die Rechtspopulisten der AfD überraschend stark ab, was die etablierten Parteien vor neue Herausforderungen stellt.