CDU hält an strikter Schuldenbremse fest

Im Streit um die Zukunft der Schuldenbremse warnt die CDU eindringlich vor einer Lockerung und mahnt zu Haushaltsdisziplin. Christian Haase (CDU), haushaltspolitischer Sprecher, will kein Wiederaufleben von Dauerverschuldung riskieren.

heute 09:05 Uhr | 2 mal gelesen

Die Union bleibt beim Thema Schuldenbremse stur: Für Christian Haase ist klar, dass das Instrument funktioniert – jedenfalls solange man nicht ständig neue Schulden machen will. Eigentlich, so sagt er, ist nicht das Prinzip falsch, sondern das Problem liegt bei den rasch wachsenden Staatsausgaben. Interessant ist, wie skeptisch Haase gegenüber Stimmen ist, die die Regel lockern möchten: Für ihn stehen dahinter kaum Reformwillen, sondern schlicht das Bedürfnis, den Haushalt weiter auf Pump aufzupolstern. Das widerspricht seinem Verständnis für solide Finanzen – davon rückt er auch, sinngemäß, keinen Zentimeter ab. Die SPD hingegen – mit Generalsekretär Tim Klüssendorf an der Spitze – drängt darauf, die Schuldenbremse zukunftsfähig zu modernisieren. Zugleich wirft er der Union vor, mit ihrer Blockade notwendige Investitionen auszubremsen. Kurzum: Ein echter Kompromiss ist derzeit nicht in Sicht, der Graben bleibt tief.

Die Debatte um die Zukunft der deutschen Schuldenbremse spitzt sich weiter zu. Während CDU und CSU auf strikt eingehaltene Verschuldungslimits pochen, plädieren SPD und Teile der Regierung für mehr Flexibilität – vor allem, um Zukunftsinvestitionen etwa in Klimaschutz oder Digitalisierung zu ermöglichen. Zugleich warnen Fachleute: Die Finanzierungslast für den Staat könnte ohne Anpassungen schwerer werden, zumal hohe Zinsen und steigende Erwartungen an staatliche Leistungen den Spagat zwischen Haushaltsdisziplin und Investitionsnotwendigkeit zunehmend erschweren.

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