Freitagmittag in Nyon: Die Kugeln rollen, Erwartungen liegen in der Luft. Für die Bundesliga-Klubs bedeutet das Losverfahren erstmal Aufatmen – ein direktes Bundesligaduell bleibt aus. Stattdessen muss sich der BVB mit dem soliden, gelegentlich unberechenbaren Atalanta Bergamo messen. Die Leverkusener wiederum bekommen es mit Olympiakos Piräus zu tun, einer Truppe, die defensiv manchmal wirkt wie eine griechische Wand – aber auch ihre Lücken hat. Der FC Bayern? Die warten schon entspannt im Achtelfinale, ein Luxus, den man sich in München offenbar gern gönnt. Besonders pikant dieses Mal: Das Match Benfica Lissabon gegen Real Madrid. Am Mittwoch erst rettete Benficas Torwart Trubin mit einem Tor (!) das Weiterkommen – jetzt folgt direkt das Wiedersehen. Und sonst so? Galatasaray spielt gegen Juventus, Qarabag trifft auf Newcastle United, während Club Brügge Atlético Madrid herausfordert. Und dann ist da noch das etwas abseitige Paar FK Bodö/Glimt gegen Inter – wer mit norwegischen Wintern etwas anfangen kann, sei gewarnt. Ach, die Auslosungen: Immer eine Mischung aus Hoffen, Bangen und leisen Ahnungen.
Champions-League-Karten werden neu gemischt: Dortmund und Leverkusen umgehen vorerst das deutsch-deutsche Duell und müssen sich in den Play-offs gegen Atalanta Bergamo bzw. Olympiakos Piräus behaupten. Bereits sicher im Achtelfinale ist Bayern München, das auf einen möglichen Bundesligisten treffen könnte. Das Rematch zwischen Benfica Lissabon und Real Madrid verspricht wie das Hinspiel Spannung, nachdem Benficas Torwart Trubin im vorherigen Duell für ein Kuriosum sorgte. – Laut SPIEGEL herrscht nach der Auslosung breite Vorfreude und Respekt vor den Aufgaben, während die deutschen Vertreter bewusst den großen Knall noch vermeiden (https://www.spiegel.de). Laut taz wird besonders das Los von Leverkusen als lösbare, aber keineswegs leichte Hürde bewertet und auf den emotionalen Wert europäischer Nächte in Piräus verwiesen (https://taz.de). Die Süddeutsche berichtet ergänzend, dass Atalanta als Gegner eine Herausforderung für den BVB darstellt, weil sie taktisch flexibel, aber auch launisch auftreten können (https://www.sueddeutsche.de).