CIVIS Medienpreis 2026: Die Preisträger und bewegende Momente

In Berlin sind die Gewinner:innen des europäischen CIVIS Medienpreises 2026 für Integration und kulturelle Vielfalt geehrt worden. Der begehrte Hauptpreis – der CIVIS TOP AWARD – geht dieses Jahr an das Projekt „Mr. Nobody Against Putin“. Insgesamt wurden acht Medienbeiträge ausgezeichnet, die auf unterschiedliche Arten den gesellschaftlichen Wandel abbilden.

heute 21:30 Uhr | 2 mal gelesen

Wenn ein Preis die Vielfalt Europas widerspiegelt, dann ist es zweifelsohne der CIVIS Medienpreis. 2026 gab es Gemurmel, feuchte Hände und große Geschichten – der Saal in Berlin schien fast zu klein für die geballte Kreativität und den Hunger nach neuen Perspektiven. Der Hauptpreis, der CIVIS TOP AWARD samt 15.000 Euro, wanderte an David Borenstein und Pavel Talankin für ihren Film „Mr. Nobody Against Putin“, produziert von DR SALES und made in copenhagen – auch als ARTE-Ausstrahlung bekannt und bereits beim Sundance Festival gefeiert. Nebenbei: Der Film konnte ebenfalls den CIVIS VIDEO AWARD Information einheimsen. Für Fiktion wurde Hafsia Herzi prämiert – „Die jüngste Tochter“ zieht mit stiller Kraft Zuschauer:innen in den Bann. Im Sektor Social Media überzeugte Büsra Sayed mit ihrem Projekt „busra.caramella: Wie Medien und Politiker die deutsche Gesellschaft spalten“, ein brisanter Titel, dessen Nachhall noch im Raum stand, lange nachdem der Applaus verebbte. Wer Radio lieber mag, kam auch auf seine Kosten: Inga Lizengevic erhielt für „Generation U – Ukrainische Jugendliche in Deutschland“ (Deutschlandfunk/SWR) den AUDIO AWARD in der Kategorie lange Beiträge, während Sylke Blume mit „MausLive: Belal kommt aus Afghanistan“ (WDR) die Kurzform würdigte. Podcasts bekommen übrigens einen eigenen Publikumspreis: Pamina Rosenthal überzeugte mit „SPIELABBRUCH – Macht Gewalt den Amateurfußball kaputt? – Staffel 1, Folge 1: Der ganz normale Wahnsinn“ (Radio Bremen | BR | ARD). Junge Talente, die an der Escuela de Cinematografía y del Audiovisual de la Comunidad de Madrid zuhause sind, wurden für „Soforem“ mit dem YOUNG C. AWARD ausgezeichnet. Der Publikums-Cinema-Preis wiederum ging an Marcus H. Rosenmüller und Robert Marciniak für „Extrawurst“ (Lieblingsfilm | STUDIOCANAL). Verliehen wurde der Preis bei der re:publica, einer Bühne wie gemacht für Vielstimmigkeit und Innovation – und auch etwas Unruhe im Parkett. Mona Ameziane führte mit Witz und Charme durch die Zeremonie; der CIVIS Medienpreis ist eine Gemeinschaftsleistung: ARD (vertreten durch den WDR), ORF, ARTE, 3sat, Deutsche Welle und viele mehr – sie alle stiften an, Vernetzung und Vielfalt weiterzudenken. Über 800 Einreichungen aus 26 EU-Staaten und der Schweiz zeigten, wie laut und leise, schrill und nachdenklich Europa sein kann. Sendetermine? Am Mittwoch, den 20. Mai 2026, gibt es alles in der ARD Mediathek zu sehen, nachts darauf im linearen TV. Wer noch mehr Bilder und Informationen möchte, wird auf der CIVIS-Webseite fündig. Und auf Social Media sowieso, da ist das CIVIS-Team gut vertreten – ob Facebook, Instagram oder YouTube: #civis2026 heißt das Hashtag, dem man vermutlich noch lange begegnen wird. Knapp 40 Jahre gibt es diesen Preis – und man spürt, wie dringend nötig die Geschichten sind, die er auszeichnet. Vielleicht wäre es vermessen zu glauben, dass ein Preis alles verändert, aber manchmal ist es auch schon genug, wenn ein Preis aufrüttelt, einen Anstoß gibt, Debatten losreißt. Stillstand jedenfalls droht dem CIVIS Medienpreis garantiert nicht.

Der CIVIS Medienpreis 2026, einer der wichtigsten europäischen Auszeichnungen für journalistische und kreative Beiträge zu Integration und kultureller Vielfalt, wurde im Rahmen der re:publica in Berlin verliehen. Aus über 800 Beiträgen aus 26 EU-Ländern und der Schweiz wurden acht herausragende Produktionen ausgezeichnet, deren Themen von Migrationserfahrungen und gesellschaftlicher Spaltung bis hin zu politischem Engagement und Sport reichen. Das europaweite Echo – und das breite Medienecho – zeigen, wie groß und drängend das Bedürfnis nach authentischen, selbstkritischen und mutigen medialen Erzählungen zu Vielfalt in einer zunehmend polarisierten Gesellschaft ist. Neuere Entwicklungen rund um den Preis und die Integrationsthematik: Laut der taz mehren sich Stimmen, die kritisieren, dass solche Preise wichtiger denn je seien, da Rassismus und Ausgrenzung durch populistische Politik in Europa zunehmen. Die Deutsche Welle berichtet aktuell über neue Initiativen für mehr Diversität in deutschen Redaktionen – ein Trend, der auch in den Beiträgen der CIVIS-Preisträger spürbar sei. Zeit Online hebt hervor, dass der Medienpreis 2026 eine Rekordzahl an jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern verzeichnete, ein Indiz, wie sehr insbesondere jüngere Generationen gesellschaftliche Teilhabe über mediale Auseinandersetzung suchen.

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