Das einzige Tor des Abends geht auf das Konto von Jean-Philippe Mateta, der kurz nach Wiederanpfiff eine Unsicherheit von Rayos Schlussmann Batalla eiskalt ausnutzt – das Ganze in der 51. Minute, nach Whartons wuchtigem Schussversuch. Die Partie legte gleich mit einer Portion Nervosität los. Sowohl Palace als auch Vallecano wirkten zunächst darauf bedacht, keine Fehler zu machen. Crystal Palace fand aber insgesamt etwas schneller seine Struktur, während die Spanier ein paar Minuten brauchten, um sich zurechtzuruckeln. Besonders gefährlich: ein wagemutiger Kopfball von Mitchell, der sich haarscharf am Tor vorbeischlängelte. Nach der Pause zog Vallecano das Tempo an, schnürte die Engländer in der eigenen Hälfte ein. Doch Palace blieb konzentriert, verteidigte mit Biss und ließ nichts anbrennen. Rayo drängte bis zum letzten Moment auf den Ausgleich, aber an diesem Abend war der ‚Lucky Punch‘ nicht zu holen – zu clever agierten die Mannen von Trainer Glasner. Für ihn bedeutet das nicht nur einen emotionalen Abschluss, sondern wohl auch einen Abschied mit Würde, hatte er doch schon im Januar erklärt, dass für ihn im Sommer Schluss ist. Fast untergegangen in all dem sportlichen Drama: Vor dem Anpfiff gerieten Fans beider Lager in Leipzig aneinander, wobei es zu unschönen Szenen kam. Die Conference League selbst steht im europäischen Klubfußball zwar klar im Schatten von Champions und Europa League, hat aber durchaus für Überraschungen gesorgt. Bemerkenswert aus deutscher Sicht: Mainz 05 schmiss sich bis ins Viertelfinale, musste sich allerdings Racing Straßburg geschlagen geben – ein Achtungserfolg.
Crystal Palace hat mit einem 1:0 gegen Rayo Vallecano den größten internationalen Erfolg seiner Vereinsgeschichte gefeiert. Trainer Oliver Glasner verabschiedet sich damit mit einem europäischen Titel – ein seltener Glücksmoment für die traditionsreichen, aber meist erfolgsarmen ‚Eagles‘. Im Vorfeld sorgten allerdings heftige Fan-Krawalle in Leipzig für Schlagzeilen. Aktuelle Medienberichte heben hervor, wie wichtig dieser Titel für Palaces Selbstverständnis sein könnte – und dass die Conference League sich weiter einen festen Platz im europäischen Wettbewerbskosmos erarbeitet. Besonders wird betont, dass damit auch international schwächere Teams dauerhaft eine realistische Titel-Chance erhalten. Neu: Während des Spiels standen auch Fragen der UEFA rund um Sicherheit und Fanverhalten erneut im Fokus. In den deutschen Medien ist außerdem das frühe Ausscheiden der Bundesliga-Vereine ein Gesprächsthema, zumal deutsche Teams in den anderen Wettbewerben traditionell stärker abschneiden.