Tim Klüssendorf setzt sich vehement für eine Korrektur der Erbschaftsteuer ein, um den enormen Reichtum der obersten Schicht in Deutschland gerechter zu verteilen. Besonders betont er, dass viele dieser Vermögen nicht selbst erarbeitet, sondern steuerbegünstigt vererbt worden seien, während Menschen ohne ererbtes Vermögen kaum Chancen auf Vermögensaufbau hätten. Laut aktuellen Berichten (etwa der Hans-Böckler-Stiftung) hat sich das Vermögen der Topreichsten in den letzten Jahren sogar noch weiter konzentriert – Reformforderungen wie die von Klüssendorf finden daher auch in Wirtschaftsverbänden, aber ebenso in zivilgesellschaftlichen Gruppen, zunehmend Gehör. Es gibt aktuell Diskussionen über die Ausweitung der Steuerpflicht für Unternehmensnachfolger, weil sogenannte Verschonungsregelungen von Experten als Umgehungsweg wahrgenommen werden (siehe Forschungsinstitute wie das DIW). Gleichzeitig zeigen neue Untersuchungen, dass die Erbschaft- und Schenkungsteuer in Deutschland vergleichsweise geringe Einnahmen generiert, während vermögensbezogene Steuern international vielerorts bereits reformiert wurden. Die Debatte nimmt auch Fahrt auf, weil eine gerechtere Vermögensverteilung als eine Voraussetzung für wirtschaftliche Stabilität und sozialen Frieden verstanden wird.
vor 58 Minuten