„Der Heizungskeller gehört wieder in private Hände“, meint Martin Huber, CSU-Generalsekretär, im Gespräch mit der Mediengruppe Bayern – und betont, Mieter sollten vom Gesetz nicht ins kalte Wasser gestoßen werden. Allerdings bleibt er Details schuldig: Huber verrät nicht, wie genau diese Schutzmechanismen gestrickt sein sollen. Stand jetzt gibt es ohnehin nur einen groben Fahrplan. Die 65-Prozent-Regel zu erneuerbarer Wärme bei neu installierten Heizungen steht vor dem Aus; stattdessen möchten CDU und SPD – offenbar separat – Quoten für Bio-Gase und Wasserstoff festzurren. Laut einer Analyse des Öko-Instituts läuft das jedoch auf höhere Emissionen im Gebäudesektor hinaus: Die zusätzliche Klimabelastung könnte zwischen fünf und acht Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten jährlich betragen – und das nur bis 2030. Und auch das Heizen selbst bleibt wohl kein Schnäppchen: Die Kosten für Gas könnten von heute 11 auf 15 Cent pro Kilowattstunde in fünf Jahren steigen, und 2040 wäre sogar mehr als das Doppelte möglich. Trotz aller Kritik hält Huber dagegen: Menschen dürften fortan wählen, welche Technik in ihre Keller einzieht – das bringe Vielfalt und damit wieder bezahlbare Preise, behauptet er. Und noch ein Seitenblick zur Landwirtschaft: Die CSU verspricht Förderprogramme für Bauern, die künftig auf grünes Gas umschwenken – schließlich habe das nicht nur klimapolitische, sondern auch wirtschaftliche Bedeutung für ländliche Regionen.
Die CSU präsentiert sich beim neuen Heizungsgesetz als Anwalt der Mieter – verspricht aber mehr als sie konkret nachweisen kann. Experten warnen, dass ohne klare Erneuerbare-Vorgaben der Klimaschutz im Gebäudesektor schwächelt und Verbraucher neben steigenden Kosten auch größere Unsicherheit droht. Gleichzeitig betont die CSU aber das Ziel, sowohl den Wettbewerb auf dem Heizungsmarkt zu fördern als auch in der Landwirtschaft auf grüne Alternativen zu setzen – wobei praktische Umsetzungen und staatliche Hilfen für Bauern noch vage bleiben.
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Zusätzliche Recherche:
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) sorgt weiterhin für Diskussionsstoff, zumal von vielen Seiten Unklarheiten über die tatsächliche Wirksamkeit der geplanten Schutz- und Fördermaßnahmen bestehen. Laut aktuellen Berichten von energieblogger.net bleiben vor allem die Auswirkungen auf Mieter und Vermieter noch unscharf – die Reform droht, im politischen Tauziehen verwässert zu werden. Während CDU/CSU den Fokus auf Technologieneutralität und neue Fördermittel richten, läuft die Debatte darüber, ob das Klima tatsächlich profitiert oder nicht, weiter auf Hochtouren.