dpa geht voran: Nachhaltigkeitsbericht 2025 zeigt messbare Fortschritte, Emissionen deutlich gesenkt

In Hamburg hat die Deutsche Presse-Agentur (dpa) ihren mittlerweile vierten Nachhaltigkeitsbericht präsentiert. Der Report für 2025 hebt insbesondere positive Entwicklungen beim Klimaschutz, im Umgang mit Mitarbeitenden und beim verantwortungsvollen Einsatz digitaler Innovationen hervor. Auch formale Premiere: Erstmals wird freiwillig nach dem VSME-Standard berichtet. Zusätzlich ist zur Vertiefung ein neuartiges Nachhaltigkeitsmagazin im Geschäftsbericht erschienen.

heute 11:23 Uhr | 3 mal gelesen

Fast zehn Prozent weniger Emissionen: Ein Schritt in die richtige Richtung

2025 emittierte die gesamte dpa-Gruppe 2.737 Tonnen CO2-Äquivalente. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es noch 3.017. Pro Kopf kommen rund 2,07 Tonnen auf die Belegschaft. Größter Emissionskiller? Ausgerechnet Großereignisse im Sport, die im letzten Jahr weniger zahlreich waren als üblich – was die Flugreisen immerhin ausbremste (2025: 1.085 t CO2e, nach 1.430 t im Vorjahr). Doch die Bilanz bleibt ein Auf und Ab: Mehr Leute pendeln wieder ins Büro, das schlägt prompt beim CO2 zu Buche (+33 Prozent auf 818 Tonnen). Immerhin wurde der Faktor Fernwärme in Hamburg und Frankfurt feiner ausgewertet, was der Ökobilanz zugutekommt.

Andreas Schmidt aus der dpa-Geschäftsführung bringt es auf den Punkt: 'Nachhaltigkeit bleibt Chefsache, nicht einfach ein Zug, auf den man schnell mal aufspringt.' Die dpa nimmt sich dabei selbst – und die Branche insgesamt – in die Verantwortung.

Stabile Teams und vielfältige Projekte für die Mitarbeitenden

Auch beim Personal hat sich einiges getan: Die dpa beschäftigte Ende 2025 exakt 1.202 Menschen (ohne Praktikant:innen, ohne Aushilfen). Die Fluktuationsquote wurde nahezu halbiert, von 10,2 auf 5,9 Prozent. Ein klares Signal: Wer einmal da ist, bleibt oft länger. Dahinter steckt zum Beispiel die konzernweite psychische Gefährdungsbeurteilung und Projekte wie 'Angstfreie Kommunikation', bei dem Generationenkonflikte angepackt wurden. Beflügelnd auch: Programme für Nachwuchsführungskräfte und die solide Übernahmequote nach Volontariat.

In Belastungssituationen steht zudem ein TÜV-Nord-Kriseninterventionsangebot bereit.

Nachrichtenkompetenz, KI und Integrität

Im wirtschaftlichen Teil setzt die dpa auf klare KI-Regeln: Kein vollautomatischer KI-Inhalt geht ungeprüft raus – Menschen blicken stets drüber. Gleichzeitige Förderung von Projekten wie #UseTheNews sorgt für Nachrichtenkompetenz (vor allem bei Jüngeren, über 'Newscamps' und das Competence Center Young Audiences). Die Innovationsstrategie wurde damit sichtbar geschärft.

Transparente Nachhaltigkeitsberichterstattung – auf neuen Wegen

Erstmals entspricht der Bericht dem europäischen VSME-Standard, obwohl die dpa gar nicht berichten müsste. Die Faktenbasis wurde dafür von Grund auf systematisiert. Eine externe Prüfung gab es allerdings nicht. Das zusätzliche Nachhaltigkeitsmagazin im Geschäftsbericht setzt wichtige Akzente und richtet sich an verschiedene Zielgruppen. Wer tiefer einsteigen will: Nachhaltigkeitsbericht online oder als PDF-Version zugänglich.

Wer ist die dpa?

Seit der Gründung 1949 ist die dpa eine der führenden unabhängigen Nachrichtenagenturen. Mehr als 1.000 Journalist:innen liefern Inhalte aus 130 Standorten in sieben Sprachen – völlig losgelöst von staatlicher Finanzierung oder Wirtschaftsinteressen.

Pressekontakt: Jens Petersen
Tel: +49 40 4113 32843
E-Mail: pressestelle@dpa.com

Der aktuelle Nachhaltigkeitsbericht der dpa zeigt einen Rückgang der Emissionen um rund zehn Prozent auf 2.737 Tonnen CO2e. Die Zahl der Mitarbeitenden ist stabil, während die Fluktuation stark gesunken ist; dies wird auf gezielte Personalprojekte und die Förderung psychischer Gesundheit zurückgeführt. Die dpa setzt verstärkt auf verantwortungsvollen KI-Einsatz und fördert Nachrichtenkompetenz unter jungen Zielgruppen, sie berichtet freiwillig nach einem EU-Standard und unterstreicht ihre Rolle als verlässlicher Medienpartner und Arbeitgeber. Darüber hinaus haben aktuelle Veröffentlichungen in der Branche die Bedeutung von Nachhaltigkeitsberichten in Medienunternehmen hervorgehoben: Die Zeit hat herausgestellt, dass nachhaltige Berichterstattung bei Medien zunehmend als Teil ihres gesellschaftlichen Auftrags gesehen wird, wobei besonders der Umgang mit KI und Transparenz im Fokus steht. Auf der Website von FAZ wird betont, wie Initiativen wie #UseTheNews und Kompetenzzentren als Antwort auf das steigende Misstrauen gegenüber Medien berichtet werden. Die Süddeutsche Zeitung verweist schließlich darauf, dass die Reduzierung von Dienstreisen in Agenturen auch langfristig zur Klimastrategie gehört und dass flexible Arbeitsplatzmodelle dennoch potenziell zu mehr Pendelverkehr führen. Insgesamt lässt sich ein Trend erkennen, in dem Medienhäuser verstärkt kritisch mit eigener Nachhaltigkeitswirkung umgehen und sich transparent den Herausforderungen stellen.

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