Drohnenabwehr auf dem Prüfstand: Was Deutschland sich von der Ukraine abschauen kann

Seit Beginn des Jahres 2025 sind unbemannte Flieger über Deutschland beinahe Alltag geworden – die Vorfälle nehmen rasant zu, besonders rund um sensible Zonen wie Flughäfen. Die Stimmung schwankt zwischen Faszination durch spektakuläre Videos und echter Besorgnis. Die neueste 'exactly'-Reportage setzt sich intensiv mit der aktuellen deutschen Drohnenabwehr auseinander und stellt sich dabei unweigerlich die Frage: Kann Deutschland vom ukrainischen Erfahrungsschatz profitieren, um auf diese wachsende Bedrohung smarter und schneller zu reagieren? Die Sendung läuft ab heute in der ARD Mediathek und wird am 25. Februar um 20:15 Uhr im MDR ausgestrahlt.

heute 14:10 Uhr | 3 mal gelesen

Drohnen sind längst kein kurioses Spielzeug mehr. In Deutschland steigen die Register der Vorfälle, doch die Ermittlungsarbeit bleibt auf Schleuderkurs: Gerade einmal bei etwa jedem siebten Drohnenflug gelingt es der Polizei, den Verantwortlichen dingfest zu machen. Wer tatsächlich hinter den unerlaubten Flügen steckt, darüber streitet man, von russischen Agenten bis zu neugierigen Tüftlern – BKA-Präsident Münch spricht offen davon, dass vieles Spekulation bleibt. Der Angriffskrieg in der Ukraine hat den technischen Wettlauf auf die Spitze getrieben: Während auf deutschem Boden das öffentliche Sicherheitsgefühl wankt, entscheiden zwischen Kiew und Donezk Drohnen über Schicksale. Wer zögert, zahlt einen hohen Preis – rund vier von fünf tödlichen Treffern im Ukrainekrieg, so schätzen Kenner, gehen direkt oder indirekt auf Drohnen zurück. Reporter Milan Schnieder taucht ab in diese Welt zwischen Hightech und Improvisation, besucht Sicherheitsfachmessen, die viel versprechen, aber wenig zeigen wollen. Polizei und Militär schweigen sich über ihre Strategien aus – also wagt Schnieder den Sprung direkt in die Ukraine, wo improvisierte Werkstätten zu Symbolen der Innovation werden. Er trifft Tüftler, die aus der Not eine Tugend machen: Ihre 'Interceptor'-Drohnen sind robust, billig gebaut, und vor allem nutzerfreundlich – kein Hightech-Gadget für Elitesoldaten, sondern Werkzeuge für den Alltag an der Front. Ganz andere Bilder sieht er bei Freiwilligen in Kiew und Dnipro, wo Shahed-Drohnen mit Maschinengewehrsalven gejagt werden oder in einem kuriosen Museum für abgestürzte Fluggeräte. Am Ende steht die Erkenntnis: Kreativität im Chaos kann eine Waffe sein – und Deutschland? Vielleicht ist gerade das Pragmatismus und Erfindergeist, was hierzulande fehlt.

Die MDR-Reportage schaut mit offenen Augen auf die immer brisantere Lage in Deutschland: Drohnenüberflüge nehmen zu, doch sowohl technische Abwehr als auch Ermittlungen verlieren gegen die Realität. Die Ukraine, von Not zu Innovation gedrängt, zeigt, wie pragmatisch Abwehrsysteme sein müssen, um tatsächlich Wirkung zu entfalten. Interessant ist, dass auf mehreren Nachrichtenseiten gefragt wird, wie besonders zivile Technologie und flexible, improvisierte Mechanismen der Ukraine im Sicherheitsbereich einen Vorsprung verschaffen, während deutsche Behörden noch an starren Strukturen festhalten. Laut neueren Medienberichten steht Deutschland unter wachsendem Druck, innovative und pragmatische Ansätze wie in der Ukraine aufzunehmen – nicht nur militärisch, sondern vor allem, um kritische Infrastruktur im Alltag zu schützen. Viele Stimmen fordern daher einen offenen Diskurs über Datenschutz, Technikakzeptanz und internationale Kooperation, denn Drohnenabwehr könnte bald so selbstverständlich werden wie ein Rauchmelder.

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