Reallabor für Künstliche Intelligenz an der USTP gestartet – Einblicke, Erwartungen, Kontroversen

In St. Pölten wurde ein neues KI-Reallabor an der USTP eröffnet. Mit kräftiger Förderung aus Niederösterreich verspricht das Projekt, Innovation, Lehre und gesellschaftlichen Dialog rund um künstliche Intelligenz zusammenzubringen. Doch was steckt wirklich dahinter – und wie sieht der Alltag im Labor aus?

heute 18:34 Uhr | 3 mal gelesen

Manchmal klingt Forschung nach etwas Sterilem, nach Laborfluren mit Rauschen in Neonlichtbädern – doch hier, an der USTP, hat sich ein Raum für das Unerwartete aufgetan. Das KI-Reallabor, frisch eingeweiht und staatlich gefördert, soll auf einmal alles leisten: Austausch unter klugen Köpfen, Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern, Experimentierfeld für Unternehmen. Dass künstliche Intelligenz inzwischen überall mitmischt – in Handys, Diagnosetools oder Smart Cities – scheint fast schon eine Binsenweisheit. Viel spannender ist eigentlich, was daraus im konkreten Zusammenwirken entsteht. Stephan Pernkopf, der als Wissenschaftslandesrat auch gern mal den netten Pragmatiker mimt, bleibt nicht beim Pathos, sondern formuliert wie jemand, der – pardon – weiß, dass KI nicht mehr wegzudenken ist. "Wir entscheiden, wie wir sie verwenden" – klingt simpel, ist es aber nicht, wenn gleichzeitig die Risiken mitschwingen. 1,2 Millionen Euro ins Labor, mehrere Millionen in landesweite KI-Projekte – das ist ordentlich Holz. Im Alltag heißt das für die USTP: Es wird geforscht, gelehrt, kooperiert – mit einer Infrastruktur, die endlich nicht nur auf Powerpoint, sondern in Realbetrieb funktioniert. Und etwas Menschliches kommt dazu; die Türen bleiben offen für Leute, die keine IT-Nerds sind, Bürger werden eingeladen, mit KI-Anwendungen zu experimentieren und so Berührungsängste abzubauen. Wer genauer hinschaut, entdeckt mehr: 25 laufende Projekte mit KI-Bezug, über 7,5 Millionen Einnahmen, mehr als 60 Forschende, die an unterschiedlichsten Ideen arbeiten – von Fake-News-Erkennung bis Klimaanpassung und Healthcare. Die USTP hat daneben kräftig Preise eingesammelt, etwa beim Innovationspreis Niederösterreich und für digitale Humanismus-Projekte. Der experimentelle Geist zeigt sich nicht nur in den Themen, sondern auch in der Forderung nach Promotionsrecht – denn angewandte Forschung, die tatsächlich zu Produkten wird, braucht Nachwuchs, der den Sprung in Industrie und Mittelstand schafft. Vielleicht ist das neue Labor kein Ort für „weiße Kittel und Reagenzglas", sondern für Kaffee, Diskussion – und gelegentliche Zweifel. Die eigentliche Kunst wird darin bestehen, die KI-Entwicklung wirklich der Gesellschaft zugänglich zu machen. Immerhin: von der Ausbildung, dem Center for Artificial Intelligence, bis zu internationalen Netzwerken – die USTP will da nicht nur zuschauen, sondern gestalten. Man wird sehen, ob dieser Anspruch in Niederösterreich Zukunft stiften kann – oder ob die Skepsis bleibt, dass Digitalisierung vor allem ein Schlagwort für andere ist. Aber immerhin: der erste Schritt ist getan.

Die USTP in St. Pölten hat ihr brandneues KI-Reallabor mit tatkräftiger Unterstützung des Landes Niederösterreich eröffnet. Das Labor verschränkt Forschung, Lehre und gesellschaftlichen Austausch, indem es sowohl Studierenden und Wissenschaftlern als auch Wirtschaft und Öffentlichkeit einen Raum für Anwendungen, Experimente und Entwicklung bietet. Das Center for Artificial Intelligence der Hochschule bündelt aktuelle Kompetenzen von mehr als 60 Forschenden, fördert Praxistransfer und interdisziplinäre Zusammenarbeit und zielt mit derzeit 25 KI-Projekten u.a. auf Klima, Gesundheit und Fake-News ab. Nach aktueller Recherche ist Künstliche Intelligenz auch andernorts aufmerksamkeitsstark im Fokus, wobei insbesondere die ethischen und gesellschaftlichen Diskurse (z.B. "Digitaler Humanismus") stark betont werden. Bundesweit fordern Forschende weiterhin nachhaltige Finanzierung und ein Promotionsrecht, um internationale Wettbewerbsfähigkeit zu sichern – das betrifft nicht nur die USTP, sondern ist ein Thema für das gesamte Fachhochschulwesen in Österreich. Lesenswert: In den letzten Tagen diskutierten Medien intensiv den Wettlauf um bundesweite Fördermittel für KI-Innovationen, die zunehmenden Anwendungen von KI in Städten (Smart City), aber auch den Umgang mit Risiken und möglichen gesellschaftlichen Spaltungen. Der neue Schwerpunkt an der USTP wird als Beitrag zum praxisnahen Transfer künstlicher Intelligenz und zur Stärkung der Ausbildung von Nachwuchskräften in Österreich gesehen. Weitere Details, etwa über aktuell geförderte Projekte, Schwerpunktthemen wie vertrauenswürdige KI oder die Integration von KI in Alltagstools, sind Teil eines breiten öffentlichen und wissenschaftlichen Diskurses.

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