Drohnenabwehr in Deutschland: Sorge um chinesische Technik schlägt Wellen

Bedenken rund um die Sicherheit schlagen in Berlin hohe Wellen, seit Union, SPD und Grüne die Risiken chinesischer Technik in künftigen Drohnenabwehrsystemen ansprechen. Die Idee: Die Drohnenabwehr über das deutsche Mobilfunknetz. Und mittendrin – die Sorge, dass zu viele Komponenten aus China stammen könnten.

heute 16:59 Uhr | 2 mal gelesen

Dass Drohnenabwehr nicht nur eine technische, sondern vor allem eine politische Frage ist, zeigte sich in den letzten Tagen deutlich. Marc Henrichmann (CDU), Vorsitzender des parlamentarischen Kontrollgremiums für Geheimdienste, attestiert den Plänen von Rheinmetall und Telekom zwar grundsätzliche Weitsicht – aber sobald zivile Mobilfunknetze einbezogen werden, werde die Herkunft der verbauten Technik zum politischen Zankapfel. Johannes Schätzl, digitalpolitischer Sprecher der SPD, erinnert an einen typischen Fehler: 'Oft merken wir erst spät, wie durchsetzt sicherheitskritische Bereiche mit fragwürdiger Technik sind.' Sein Befund: Austausch kostet zwar – aber ohne Preis gibt's eben keine Sicherheit. Konstantin von Notz (Grüne) fordert dann gleich den harten Schnitt: Deutschlands Drohnenabwehrsystem müsse konsequenterweise auf sämtliche chinesischen Komponenten verzichten. Bleibt die Frage, wie realistisch das in einer global-verzahnten Technikwelt ist oder ob neue Netzlücken erst durch den Austausch entstehen.

In den vergangenen Tagen diskutierten deutsche Politiker heftig über den Einfluss ausländischer, besonders chinesischer Technik auf kritische Sicherheitssysteme wie die Drohnenabwehr. Rheinmetall und Telekom planen anscheinend einen innovativen Verteidigungsschirm, der Mobilfunknetze als Fundament nutzen könnte – allerdings warnen Sicherheitsexperten und Parteien davor, sich dabei abhängig von schwer überprüfbaren Zulieferern wie aus China zu machen. Neuere Entwicklungen zeigen, dass Europa insgesamt verstärkt auf eigenständige, überprüfbare IT-Infrastruktur setzt, um nicht erpressbar oder ausspionierbar zu werden; unterdessen laufen parallel Debatten um einheitliche EU-Sicherheitsstandards und eine Diversifikation der Zulieferer – was aber, so betonen mehrere Quellen, technische, finanzielle und politische Kraftproben mit sich bringt.

Schlagwort aus diesem Artikel