Dietmar Woidke, SPD-Ministerpräsident von Brandenburg, fordert seine Partei auf, sich wieder auf ihre Wurzeln zu besinnen und die Interessen der arbeitenden Bevölkerung stärker zu vertreten. Aus seiner Sicht hat es in puncto Sozialpolitik durchaus Fortschritte gegeben, diese reichten aber nicht, um das Vertrauen vieler Menschen nachhaltig zu sichern. Das jüngste Scheitern der Koalition mit dem BSW in Brandenburg sieht er als Bedauernswert – für ihn ist klar: Verantwortungsvolles Regieren braucht Kompromisse, nicht Populismus. Zudem betonte Woidke, dass es wichtiger denn je sei, dass die demokratischen Parteien ihre Problemlösungskompetenz unter Beweis stellen, anstatt sich gegenseitig die Schuld zuzuschieben. Die SPD steht in Brandenburg und auf Bundesebene vor einer Bewährungsprobe: Mehr soziale Präsenz, glaubwürdige Politik für Arbeitnehmer sowie Kooperationsfähigkeit – das sind die Baustellen, an denen Woidke auch persönlich arbeitet. Aktuelle Entwicklungen: Die Debatte um die Zukunft der SPD und ihr Profil gegenüber Arbeitnehmern beschäftigt inzwischen bundesweit die Medien. Auch die Rolle des BSW als politischer Newcomer, der sich einer Kompromisspolitik verweigert, wird vielfach kritisch gesehen. Die neue rot-schwarze Koalition in Brandenburg steht nun unter erheblichem Druck, konstruktive Lösungen für dringliche soziale und arbeitsmarktpolitische Probleme zu liefern.