Kaum Hoffnung für FDP: Umfrage sieht wenig Vertrauen in Kubickis Führung

Wolfgang Kubicki übernimmt das Ruder der FDP – aber die breite Bevölkerung glaubt nicht an ein großes Comeback der Partei.

26.05.26 00:03 Uhr | 45 mal gelesen

25 Prozent der Menschen in Deutschland glauben, dass die FDP mit Wolfgang Kubicki an der Spitze ein politisches Comeback schaffen und über die Fünf-Prozent-Hürde springen kann. Das hat eine neue Forsa-Befragung im Auftrag von RTL und 'Stern' ergeben. Die große Mehrheit – zwei Drittel, um genau zu sein – ist skeptisch, und etwa jeder Zehnte weiß nicht recht, was er davon halten soll. Nach der herben Niederlage bei der letzten Bundestagswahl scheint es um das Vertrauen in die Liberalen weiterhin nicht gut bestellt zu sein. Kubicki, als routinierter Parlamentspolitiker und bekanntes Gesicht geschickt positioniert, steht jetzt vor dem fast schon klassischen Problem: Wie füllt man das politische Vakuum eigentlich sinnvoll aus? Auffällig ist die hohe Skepsis der Anhänger anderer Parteien: Unter SPD-, Grünen- und Linken-Wählern liegt das Misstrauen gegen ein Comeback jeweils bei rund 75 bis 80 Prozent. CDU/CSU- oder AfD-Anhänger bleiben kaum optimistischer. Besonders im Osten Deutschlands herrscht wenig Zuversicht. Die Forsa-Umfrage stützt sich auf die Stimmen von über 1.000 Befragten, erhoben am 21. und 22. Mai 2026. Man fragt sich unwillkürlich: Ist die FDP, abgesehen von prominenten Ausnahmen wie Kubicki, schlicht aus der Zeit gefallen?

Die Forsa-Umfrage macht deutlich: Die Hoffnung auf ein politisches Comeback der FDP unter Wolfgang Kubicki ist äußerst begrenzt. Mit nur 25 Prozent Zuversicht in der Bevölkerung zeigt sich, wie gering das Vertrauen mittlerweile ist – sogar unter konservativen Wählern macht sich kaum Euphorie breit. Die Umfrage wurde am 21. und 22. Mai 2026 unter 1.009 Menschen in Deutschland erhoben und demonstriert auch den generellen Vertrauensverlust in die Partei, selbst über ein Jahr nach deren Ausscheiden aus dem Bundestag. Ergänzend: Laut einem aktuellen Politikbericht der "Süddeutschen Zeitung" polarisiert der pragmatische Kurs Kubickis selbst innerhalb der FDP und sorgt für Diskussionen über die strategische Ausrichtung der Partei. In der Öffentlichkeit herrscht zudem eine verstärkte Fokussierung auf das Thema Glaubwürdigkeit liberaler Politik – das Thema, das bereits seit Jahren eine Baustelle für die Liberalen bleibt. Ein Diskurs etwa bei "Zeit Online" unterstreicht, dass das politische Image der Liberalen derzeit weniger mit zukunftsweisenden Themen als mit Machtverlust und internen Grabenkämpfen assoziiert wird. Neue Ansätze in der Wirtschaftspolitik oder progressive Projekte werden weiterhin abseits des medialen Rampenlichts diskutiert, ohne größere Wirkung nach außen.

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