Musik-Charts: Zara Larsson erneut vorne – Jazeek landet im Mittelfeld

Mit ihrem Song 'Lush Life' sichert sich Zara Larsson erneut die Spitzenposition in den deutschen Single-Charts. Überraschungen gibt es aber nicht nur ganz oben.

heute 15:34 Uhr | 2 mal gelesen

Wie gewöhnlich hält die GfK für Musikliebhaber wieder ein paar interessante Überraschungen bereit. Zara Larsson behauptet mit 'Lush Life' schon zum dritten Mal in Folge den ersten Platz unter den Single-Hits. Direkt auf den Fersen: Dominic Fike mit 'Babydoll' und Tame Impala mit ihrem Stück 'Dracula'. Ganz frisch und ungewohnt ein Neueinstieg: Jazeek gemeinsam mit Sosa La M platzieren sich mit 'Bend Over 2' auf Rang 26 – für Fans eher eine Randnotiz, aber sicher ein Achtungserfolg für die beiden. Und während sich die Single-Charts mit internationalem Glanz schmücken, dreht sich bei den Alben alles um große Namen. Die südkoreanische Band BTS holt mit 'Arirang' mal wieder den Platz an der Sonne. Das deutschsprachige Schlager-Duo Fantasy überrascht mit einem hohen Einstieg auf Platz zwei, gleich gefolgt von keinem Geringeren als Unheilig mit einem ungewohnt düsteren Albumtitel. Die Auswertung stammt offiziell von GfK Entertainment, im Auftrag des Bundesverbands Musikindustrie, und umfasst geschätzte 90 Prozent des Musikabsatzes. Man kann natürlich fragen, wie repräsentativ diese Charts wirklich sind – immerhin verschwimmen die Grenzen zwischen klassischen Verkäufen und Streams immer mehr. Aber es bleibt spannend, welche Songs nächste Woche die Nase vorn haben.

Die deutschen Musik-Charts dieser Woche werden durch Zara Larsson, die ihren Song 'Lush Life' zum dritten Mal an der Spitze platzieren konnte, klar angeführt. Inmitten einer internationalen und genreübergreifenden Konkurrenz überraschen BTS mit einer Rückkehr auf Platz eins der Album-Charts, während Fantasy und Unheilig das Podest komplettieren. Die Charts spiegeln einen Querschnitt der aktuellen Musikkultur im deutschsprachigen Raum wider, wobei nicht nur Verkäufe, sondern auch Streams eine zunehmend bedeutende Rolle spielen. Auffällig ist der wachsende Einfluss von K-Pop und internationalen Künstler:innen auf die deutschen Verkaufszahlen. Zudem lohnt ein Blick auf die aktuellen Debatten: Mehrere Medien (z.B. SPIEGEL, ZEIT) nehmen die Listen als Gradmesser, wie Musik und Gesellschaft miteinander verflochten sind und welchen Wandel Charts angesichts Social Media und neuer Plattformen erleben.

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