Orgelklang in Mitteldeutschland: Saisonauftakt und Highlights in der Leipziger Region 2026

Die Pfeifen geraten wieder in Bewegung: Am 25. April 2026 startet in Bad Lausick mit dem traditionellen AnKlang-Konzert die Orgelsaison rund um Leipzig. Wie jedes Frühjahr sind Musikfreunde, Kenner alter Instrumente und neugierige Ohren eingeladen, dem besonderen Werdegang sächsischer Orgelklangkultur zu lauschen – diesmal stehen Kompositionen von Bach und Krebs im Rampenlicht, gespielt von Thorsten Fabrizi auf der ehrwürdigen Silbermann-Trampeli-Orgel von 1722. Schon seit über zehn Jahren bringt diese Konzertreihe Leben in die faszinierenden Kirchenhallen und macht auf das klingende Erbe der Region aufmerksam.

heute 15:31 Uhr | 2 mal gelesen

Ganz ehrlich: Wer einmal in einer alten Dorfkirche gesessen und einer Orgel zugehört hat, der weiß, dass Gänsehaut keine Seltenheit ist. Sachsen ist, was Orgelbau angeht, so etwas wie das Mekka für Liebhaber dieses Instruments. Namen wie Gottfried Silbermann und Urban Kreutzbach sind hier noch immer lebendig, nicht nur in den Steininschriften, sondern in jedem noch schwingenden Ton. Viele der historischen Instrumente, zum Beispiel in Rötha oder Markranstädt, stehen wie stumme Zeugen vergangener Handwerkskunst und werden regelmäßig – oft unter liebevoller Hand von Spezialisten – aufgeweckt. Bis in den Herbst engen sich die Konzerttermine und liefern einen abwechslungsreichen Mix: Vom traditionellen Abschluss am 31. Oktober in Störmthal, wo das "Schneeberger Orgel- und Clavierbuch" im Zentrum steht, bis hin zu literarischen Orgelnächten oder Ausflügen ins Unerwartete, etwa einer musikalischen Reise von Luther bis Lennon oder Stummfilmabenden, die Orgel und Leinwand verbinden. Nicht alles läuft wie am Schnürchen, manches Mal regnet es in die Kirche oder ein Register klemmt – aber gerade das macht den Charme solcher Abende aus. Die Klangfarben sind nicht dadurch spannend, dass sie perfekt sind, sondern weil sie immer wieder überraschen und die Räume mit Geschichte füllen. Ein kleines Highlight: Die jährlich organisierte Bustour für Orgelbegeisterte. Wer da einmal dabei war, berichtet meist noch wochenlang von den verschachtelten Emporen, dem leisen Holzgeruch und den schattigen Kirchhöfen, über die der Klang zu wehen scheint. Im Ticketpreis stecken nicht nur Fachwissen und Musik, sondern auch das herrlich Gesellige einer solchen Gemeinschaft, oft begleitet von Kaffee, Kuchen und überraschend munteren Gesprächen über Orgelpfeifen und Windladen. Wer Lust bekommen hat: Ab Herbst wird wieder angemeldet, und die Plätze sind begehrt wie frische Orgelpfeifen in einer Restauratorenwerkstatt. Mehr Infos gibt es auf der Webseite der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH.

Die Orgelkonzert-Saison rund um Leipzig startet wieder – der Auftakt findet traditionell in der St. Kilianskirche Bad Lausick statt, wo Werke von Krebs und Bach sowie weiterer Barockmeister auf der bekannten Silbermann-Trampeli-Orgel zu hören sind. Die Region Sachsen hebt sich durch ihre reiche Orgeltradition besonders hervor; über das Jahr verteilt folgen zahlreiche Höhepunkte, darunter Konzerte, eine spezielle Orgel-Bustour und die Veröffentlichung einer informativen Broschüre, die das Orgelerbe der Gegend würdigt. Neben lokalen Künstlern findet ein reger Austausch mit internationalen Musikern statt, die das sächsische Orgelerbe schätzen – laut mehreren aktuellen Medienberichten (u. a. der Zeit sowie der taz) ist der Trend zu Orgel-Events in Mitteldeutschland ungebrochen, mit wachsendem Publikumsinteresse und kultureller Unterstützung, etwa durch verstärkte Einbindung digitaler Formate und Projekte zur Restaurierung historisch bedeutender Orgeln. Zusätzliche Recherche: Ein Blick in die Presse der letzten 48 Stunden bestätigt diese Entwicklung. Die FAZ berichtet ausführlich über aktuelle Restaurierungs-Initiativen an ostdeutschen Orgeln, insbesondere das Engagement junger Musiker und den Transfer historischer Klangkultur ins Heute. Die Zeit hebt in einer Reportage die lokalen Besonderheiten sächsischer Orgelkonzerte hervor und lobt die Begegnungen von alter Handwerkskunst mit modernen Programmen. Und auf SZ.de erschien ein Interview mit einer Leipziger Organistin, die von ihren Erfahrungen mit internationalen Musikstudierenden erzählt und betont, wie die regionale Orgellandschaft auch junge Menschen inspiriert.

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