Die aktuellen Zahlen sprechen eine gemischte Sprache: Während die klassischen Einzelhändler im Januar 2026 einen kleinen Dämpfer erleben (real -0,9 Prozent zum Dezember), halten die Umsätze im Internet- und Versandhandel mit deutlichen Zuwächsen dagegen. Auch bei Lebensmitteln sieht es trotz Stagnation im Monatsvergleich auf Jahressicht besser aus – ein Anstieg macht sich bemerkbar, was inflationär ausgedeutet werden kann, aber auch schlicht auf verändertes Kaufverhalten hinweist (mehr Bio? Höhere Preise? Wer blickt da noch durch). Im Nicht-Lebensmittelbereich bleibt die Lage angespannt – das spiegelt den Konsumalltag vieler Menschen, die offenbar genauer überlegen, was wirklich nötig ist. Ergänzung aus aktuellen Recherchen: Die FAZ berichtet, dass die Branche weiterhin unter vorsichtiger Konsumlaune leidet und die Sorgen um hohe Energiepreise sowie befürchtete Preisanstiege den stationären Handel bremsen. Online-Riesen profitieren von der größeren Vergleichbarkeit und den weiterhin beliebten Rabattaktionen. Außerdem machen viele Händler auf die Unsicherheit der nächsten Monate aufmerksam – bislang ist offen, ob die Nachfrage nachlässt oder im Frühling wieder anzieht. Auf t3n.de wird betont, dass E-Commerce-Anbieter weiter in Infrastruktur und Technik investieren, weil der Konkurrenzdruck steigt. Die Süddeutsche sieht eine mögliche Trendwende im Konsumverhalten: Immer mehr Kund:innen achten auf Nachhaltigkeit und Frische beim Lebensmitteleinkauf und sind bereit, dafür auch etwas mehr auszugeben.