Monika Schnitzer erwartet Übergang zu günstigeren Benzinpreisen – aber mit Verzögerung

Monika Schnitzer, Vorsitzende des Sachverständigenrats für Wirtschaft, rechnet zwar mit fallenden Spritpreisen nach der Waffenruhe im Iran-Konflikt – doch Autofahrer müssen sich laut ihr noch gedulden.

heute 14:56 Uhr | 5 mal gelesen

„Wenn die Ölpreise steigen, merkt man das meistens fast sofort auf dem Kassenzettel. Runter gehen sie dagegen deutlich zögerlicher“, so äußerte sich Monika Schnitzer gegenüber der 'Neuen Osnabrücker Zeitung'. Sie hält eine Weitergabe der gesunkenen Rohölpreise zwar für sehr wahrscheinlich, dämpft aber die Hoffnungen auf eine schnelle Entlastung für den Geldbeutel an der Zapfsäule. Ein wenig Skepsis schwingt mit: Ob die günstigen Entwicklungen von Dauer sind, sei noch offen, denn die Gesamtlage bleibe 'ziemlich fragil'. Wesentlich ist für sie, dass die zweiwöchige Waffenruhe nicht nur ein kurzes Atemholen bleibt. Sollte es gelingen, eine längere Friedensphase zu erreichen und den Konflikt zu entschärfen, könnte das die Lage für die Wirtschaft und Verbraucher tatsächlich entspannen. Dennoch: Bis die Lieferketten über die Straße von Hormus wieder normal funktionieren, könnten noch Wochen ins Land gehen. Einen kleinen Seitenhieb gibt es auch: Der wirtschaftliche Schaden sei bereits jetzt beträchtlich – ein Umstand, den wohl viele Unternehmen unterschreiben würden, selbst wenn die Tankstellenpreise bald wieder fallen.

Monika Schnitzer sieht Licht am Ende des Tunnels, was die Spritpreise angeht – aber sie warnt vor zu großer Euphorie. Die Unsicherheit bleibt hoch: Die Lage ist volatil, und alles hängt an einer nachhaltigen Konfliktlösung im Nahen Osten. Die aktuelle Entspannung sei kein Garant für schnelle Preisrückgänge oder stabile wirtschaftliche Verhältnisse in Deutschland. Laut jüngsten Berichten wird tatsächlich beobachtet, dass die internationalen Rohölpreise nachlassen, doch Kettenreaktionen in den Lieferketten und Preiskalkulationen der Tankstellen brauchen Zeit. Die Debatte um zu zögerliche Preissenkungen bei Mineralölkonzernen wird parallel wieder lauter geführt. Zugleich berichten neue Analysen, dass geopolitische Unsicherheiten weiterhin Einfluss auf die Gesamtlage haben, besonders mit Blick auf die angespannte Region im Iran und den globalen Öltransport.

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