Yadegar Asisi, der gern als Grenzgänger zwischen Kunst, Natur und Architektur beschrieben wird, bringt mit ANTARKTIS sein mittlerweile zehntes 360°-Panorama nach Leipzig. Wer jemals inmitten seiner Werke gestanden hat, kennt das Gefühl: Überwältigung, ein bisschen Demut, Verwunderung. Nach Projekten wie EVEREST, AMAZONIEN oder dem GREAT BARRIER REEF zieht es Asisi jetzt an den geographischen Rand dessen, was wir Leben nennen: auf das ewige Eis des Südpols. Das gewaltige, 32 Meter hohe Rundbild taucht Besucher in eine Szenerie, die so still wie beharrlich ist. Gletscher, bizarre Eisformationen und See-Elefanten wirken beinahe wie eine fremde Galaxie – und trotzdem ist das alles irdisch.
Aber es zeichnet sich noch mehr ab: Selbst diese abweisende Landschaft steckt voller Leben. In den frostigen Tiefen tummeln sich Pinguine, riesige Walherden, elegante Robben; und dazwischen: das unsichtbare Netzwerk aus Krill, das alles miteinander verwebt. Was das Panorama besonders macht, ist ein leiser, nachdenklicher Unterton: Asisi lenkt den Blick nicht nur nach außen, sondern auch nach innen – wie stehen wir eigentlich zu dieser uns zugänglichen und doch so ferne Welt? Liegt die wahre Bewahrung nicht vielleicht gerade darin, respektvoll Abstand zu halten?
Ergänzt wird das Ganze von einer Ausstellung, die viel Raum zum Stöbern und Nachdenken lässt. Material aus Asisis persönlichem Archiv – Skizzen, Gemälde, Schnappschüsse vom Rand der Welt – verleiht der Antarktis eine ganz eigene, subjektive Farbe. Mehr als bloße Wissenschaft: Die Besucher können nachvollziehen, was die Kälte, das Licht, der Wind mit dem Künstler gemacht haben. Und ganz am Rande: Wer eine Reise nach Leipzig einplant, findet über die Leipzig Tourismus und Marketing GmbH praktische Komplettangebote. Erstes Event ist die Pressekonferenz am 22. Januar 2026. Alles weitere auf panometer.de.
Das bevorstehende ANTARKTIS-Panorama im Panometer Leipzig entführt die Besucher ab Januar 2026 in die Eiswüste des Südpols und will gleichermaßen beeindrucken sowie zur kritischen Reflexion einladen. Mit seiner künstlerisch verdichteten Sicht auf Gletscher, Tierwelt und das fragile Gleichgewicht dieses Naturraums spricht Yadegar Asisi die Verletzlichkeit der Antarktis an und wirft Fragen zum Umgang mit unberührter Natur auf. Erweitert wird das Erlebnis durch eine facettenreiche Ausstellung, in der auch Asisis eigene Recherchereisen und Eindrücke tiefer beleuchtet werden, wodurch das Panorama persönliche wie universelle Zugänge zur Antarktis schafft.
Recherchierte Details: Die Antarktis ist eines der am stärksten vom Klimawandel bedrohten Gebiete der Welt. Neue Messungen zeigen, dass beispielsweise die antarktische Eisschmelze und der Rückgang von Krill-Schwärmen dramatisch beschleunigen, was wiederum Auswirkungen auf die gesamte Nahrungskette, insbesondere auf Pinguine, Seevögel und Wale, hat. Wissenschaftler und Umweltschützer betonen deshalb immer häufiger die Notwendigkeit internationaler Schutzabkommen und einer strengeren Kontrolle kommerzieller Fischerei sowie Tourismus, um das einzigartige Ökosystem Antarktis auch für zukünftige Generationen zu erhalten.