Onboarding als Schlüssel: Mehr als nur ein Starttag – Wie neue Mitarbeiter wirklich ankommen

Bergisch Gladbach/Köln – Einfach reingeworfen werden und 'mal sehen, wie man klarkommt'? Das ist nicht mehr zeitgemäß. Für Unternehmen, die um gute Leute kämpfen, ist ein sorgfältig geplantes Onboarding heute fast überlebenswichtig. Es macht den Einstieg menschlich und gibt dem neuen Teammitglied von Anfang an das Gefühl, gebraucht zu werden – und genau das zählt.

09.01.26 11:28 Uhr | 17 mal gelesen

Der Einstieg ins Unternehmen beginnt weit vor dem ersten Händedruck am neuen Schreibtisch. Schon in der Phase vor Arbeitsbeginn – manche nennen es 'Preboarding' – sollte man an die Ausstattung denken, aber auch an Details, die zwischenmenschlich sind: ein Willkommensgruß, eine Einladung zum Teamessen oder einfach ein lockeres Gespräch im Vorfeld. Klein, aber oft wirkungsvoll. Wenn es dann endlich losgeht, ist der erste Tag eine Art Taktgeber. Eine strukturierte Einführung, Ansprechpartner für die neuen Kolleginnen und Kollegen, die Basics erklärt bekommen und einen festen Ablauf haben – das sorgt dafür, dass aus dem ersten Tag nicht nur Stress bleibt, sondern ein echter Startpunkt entsteht. Wie Jennifer Kokoschka aus dem Personalbereich von ISOTEC berichtet, ist dabei die Aufmerksamkeit auf persönliche Begleitung essenziell. Wer allein gelassen wird, fühlt sich bloß – naja – fehl am Platz. Es sind übrigens die kleinen Gesten, die bleiben: ein eingerichteter Arbeitsplatz, ein freundlicher Kollege, der als Pate (oder Buddy) durch die ersten Tage führt, vielleicht sogar mal mittags zusammen eine Suppe essen geht (nichts gegen Currywurst, aber ab und zu darf es schon was anderes sein). Wichtig ist: Regelmäßige Rückmeldungen, klares Feedback und eine offene Art machen das Ankommen leichter – und lassen so die Identifikation mit dem Team wachsen. Victor Costa, der Geschäftsführer eines ISOTEC-Fachbetriebs, hat aus seiner Erfahrung gelernt: Wer neue Mitarbeitende einfach ins Getümmel schmeißt, verschenkt Wochen und womöglich das Potenzial kluger Köpfe. Gegenseitiges Kennenlernen, Information über Werte und Abläufe, ja, auch das Beschreiben der eigenen Rolle – das zahlt sich direkt aus. Und langfristig bleibt der Betrieb so einfach stabiler aufgestellt. Am Ende bleibt die Erkenntnis: Hinsehen, aber auch zutrauen. Menschen bringen Wissen, Erfahrung und Persönlichkeit mit – und manchmal braucht es nur einen kleinen Schubs, damit sie im neuen Job aufblühen. Fehler sind dabei nicht das Ende der Welt, sondern manchmal der schnellste Weg zum Besserwerden. Wichtig ist der Respekt im Umgang und die klare Botschaft: Hier kann sich jede und jeder entwickeln. Davon profitieren am Ende alle.

Ein professionelles Onboarding beginnt nicht erst mit dem ersten Arbeitstag, sondern wird schon in der Vorbereitungszeit (Preboarding) aktiv gestaltet. Durch strukturierte Einarbeitung, persönliche Begleitung und regelmäßiges Feedback erhöhen Unternehmen nicht nur die Bindung und Zufriedenheit neuer Mitarbeiter, sondern steigern auch deren Produktivität und die Teamstabilität. Laut aktuellen Studien – unter anderem berichtet das Forschungsinstitut Gallup 2024 – geben mehr als 70% der Fachkräfte an, dass ein durchdachtes Onboarding für sie ein Hauptfaktor für ihre Bleibemotivation ist, was angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels in Deutschland von Unternehmen zunehmend als strategischer Vorteil erkannt wird; Insbesondere hybride und digitale Onboarding-Modelle gewinnen laut jüngsten Berichten diverser Medien wie FAZ und Zeit Online weiter an Bedeutung, da sie Flexibilität, Integration und Bindung effektiv vereinen.

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