Radtke stößt mit seinem Vorstoß eine spannende Debatte zur Erbschaftssteuer innerhalb der CDU an, indem er die bestehende Praxis als ungerecht empfindet – vor allem, weil Schlupflöcher riesige Vermögen quasi steuerfrei passieren lassen. Der „Verschonungsbedarf“ werde aus seiner Sicht viel zu häufig missbraucht, um Superreiche auf Kosten der Allgemeinheit zu schonen, während immer das Argument geführt werde, man müsse kleine Betriebe schützen – was in manchen Fällen schlicht als Vorwand taugt. Interessant ist, dass Radtke sowohl eine härtere Prüfung der steuerlichen Ausnahmen fordert als auch die SPD kritisiert, der er zu wenig Fokus auf die tatsächlichen Großvermögen unterstellt. Neue Recherchen aus Medien wie der FAZ oder der SZ unterstreichen, dass die Kluft zwischen Erben kleinerer und großer Vermögen wächst, und dass das Thema in der Koalition weiter für Streit sorgt. Analysen zeigen zudem, dass die tatsächlichen Steueraufkommen aus Erbschaften in Deutschland im internationalen Vergleich niedrig sind, was wiederum auf einen anhaltenden politischen Reformdruck hindeutet.
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