Kaum zwölf Monate bestimmt Donald Trump wieder das Weiße Haus – und die USA scheinen sich wie im Zeitraffer von ihren bisherigen außenpolitischen Geboten zu verabschieden. Die Festnahme von Venezuelas Nicolás Maduro durch amerikanische Kräfte, das aggressive Säbelrasseln gegen Dänemark wegen Grönland oder die alles andere als subtilen Drohgebärden in Richtung Iran – alles klinkt nach einer neuen Handschrift amerikanischer Machtpolitik, bei der Völkerrecht offensichtlich zweitrangig wird. Hat sich der Wind nur gedreht oder ist das die neue Weltordnung? Um dieses politischen Pulverfass kreist am kommenden Sonntag Caren Miosga. Neben Alt-EU-Parlamentschef Martin Schulz und Sicherheitsexperte Wolfgang Ischinger bringt Rieke Havertz von DIE ZEIT internationale Perspektiven ein. Lässt sich Europa in Zeiten von Drohkulissen und einer NATO im Stresstest noch auf Trump verlassen? Und was machen Russland, China und die Staaten des Südens eigentlich draus? Ehrlich gesagt: Die Antworten könnten überraschen – und am Ende bleibt womöglich mehr Unsicherheit als Klarheit.
In der kommenden Ausgabe der Talkrunde mit Caren Miosga steht die außenpolitische Linie Donald Trumps im Zentrum, insbesondere im Licht der NATO-Krise rund um Grönland und den neu aufgeflammten internationalen Spannungen. Besonders relevant sind dabei Trumps konfrontativer Kurs gegenüber internationalen Institutionen und Partnern sowohl im transatlantischen Raum als auch im Umgang mit geopolitischen Rivalen. Aktuelle Berichterstattung spiegelt die Besorgnis über Amerikas Unberechenbarkeit und die Zerrissenheit im westlichen Bündnis wider; die EU sucht zunehmend nach Wegen zur eigenen sicherheitspolitischen Emanzipation, während insbesondere Russland und China Trumps Kurs als Gelegenheit zur Stärkung eigener Positionen betrachten. Neueste Artikel heben hervor, dass viele NATO-Staaten verstärkt an ihrer militärischen Kooperation arbeiten, um weniger abhängig von Washington zu sein, und dass in deutschen Medien eine kritische Diskussion über das Festhalten Europas an alten Gewissheiten geführt wird.