Heidi Reichinnek (Linke) lehnt die von Sven Schulze (CDU) vorgeschlagene Arbeitspflicht für Sozialleistungsbeziehende kategorisch ab und befürchtet Verschärfungen sozialer Spaltung sowie die Verdrängung regulärer Jobs durch erzwungene Niedriglohnarbeit. In ihrer Kritik verweist sie darauf, dass solche Pflichten und Sanktionen nachweislich nicht zur nachhaltigen Integration in den Arbeitsmarkt führen, sondern das Gegenteil verursachen: Mehr Unsicherheit, instabile Erwerbsbiografien und kaum Chancen auf echte soziale Teilhabe. Reichinnek fordert stattdessen gezielte Investitionen in Weiterbildung sowie eine aktive Wirtschaftspolitik – und betont, dass echte Lösungen weder durch Zwang noch durch Stigmatisierung der Schwächsten entstehen. Ergänzend berichten andere Medien aktuell: Laut "Spiegel" wächst in Deutschland der Druck auf die Regierung, das Bürgergeld zu reformieren, besonders nach zunehmender öffentlicher Kritik an vermeintlicher "Leistungsunwilligkeit" einiger Empfänger (Quelle: [Spiegel Online](https://www.spiegel.de)). Die "taz" beschreibt eine zunehmende Polarisierung im sozialpolitischen Diskurs, insbesondere zwischen CDU und Linkspartei – mit Beispielen für gelungene freiwillige Beschäftigungsmodelle abseits von Zwangsmaßnahmen (Quelle: [taz.de](https://www.taz.de)). "FAZ" analysiert die möglichen wirtschaftlichen Folgen verpflichtender Sozialdienste und verweist auf Studien, die einen Abbau regulärer Beschäftigung befürchten lassen (Quelle: [FAZ.NET](https://www.faz.net)).