IAEA bestätigt erneute Beschädigungen an nuklearem Standort im Iran

Nach jüngsten Angriffen im Zuge des Konflikts zwischen Israel, den USA und dem Iran hat die Internationale Atomenergiebehörde auf neue Schäden an der berüchtigten Anreicherungsanlage Natanz hingewiesen.

Laut aktueller Satellitenaufnahmen sind Eingangsgebäude der unterirdischen FEP-Anlage betroffen, wie die IAEA am Dienstag bekanntgab.

heute 11:47 Uhr | 3 mal gelesen

Es heißt zwar, keine unmittelbare radioaktive Gefahr bestünde. Die betrieblichen Kernbereiche der Anlage seien nicht zusätzlich beeinträchtigt worden – so jedenfalls das Fazit der Inspektoren nach den Angriffen. Der Vorfall erinnert an ähnliche Attacken und Sabotageakte aus der Vergangenheit, die der Stätte bereits zugesetzt hatten.

IAEA-Chef Grossi warnte erneut eindringlich davor, dass jede weitere militärische Eskalation die nukleare Sicherheitslage in einer ohnehin volatilen Region erheblich verschärfen könnte. Nicht wenige Staaten im Nahen Osten besitzen längst sensitives Nuklearwissen oder gar Technologie. Brisant: Die Grenze zwischen ziviler und militärischer Nutzung ist in aktuellen Konfliktsituationen oft nicht klar zu ziehen. Er rief praktisch alle Akteure zu Besonnenheit auf – was im Lärm internationaler Drohgebärden leider schnell untergeht.

Die jetzt gemeldeten Schäden an der iranischen Urananreicherungsanlage Natanz sind durch die jüngsten militärischen Gefechte verursacht worden. Einen radioaktiven Zwischenfall gibt es laut IAEA zum Glück nicht, allerdings bleibt das Risiko für die nukleare Sicherheit in der ohnehin angespannten Region hoch. Brisant bleibt: Die Anlage in Natanz war in der Vergangenheit wiederholt Ziel von Attacken und steht sinnbildlich für den fragilen Balanceakt zwischen ziviler und militärisch nutzbarer Atomtechnik in der Region. Neueste Recherchen aus anderen Medien: Das iranische Atomprogramm bleibt ein geopolitischer Dauerbrenner. In den letzten 48 Stunden berichten mehrere unabhängige Medien darüber, dass parallel diplomatische Bemühungen zur Deeskalation laufen – doch Zweifel an der Wirksamkeit sind angesichts der Dynamik weiterhin angebracht.

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