Erneuerbare Energien: Umweltminister verlangt Tempo und Schutz für Mieter

Carsten Schneider (SPD), Bundesumweltminister, macht Druck: Deutschland müsse bei Solar- und Windkraft nachlegen – und Mieter bei der Wärmewende stärker absichern.

heute 13:49 Uhr | 3 mal gelesen

Für den Umweltminister steht fest: Ohne kräftige Investitionen in Wind- und Sonnenkraft geht für Deutschland in Sachen Unabhängigkeit, Klimaschutz und Versorgungssicherheit wenig voran. "Erneuerbare sind Sicherheitsenergien, das ist für mich gar keine Frage", betont Schneider, während um ihn herum die Debatte hitzig weitergeht, ob Solaranlagen auf privaten Häusern tatsächlich eingeschränkt werden sollten. Ein Entwurf des Wirtschaftsministeriums zum EEG sieht das nämlich vor, doch Schneider will davon nichts wissen: Der Ausbau von Sonne und Wind sei "absolut nicht verhandelbar" – da ist er stur. Und so deutlich sagt er das auch.
Doch nicht nur Energie beschäftigt Schneider. Die geplante Reform des Gebäude-Energie-Gesetzes, landläufig als "Heizungsgesetz" bekannt, sorgt bei Mietern für Bauchschmerzen. Schneider weiß das: "Wir dürfen nicht einfach zusehen, wie Mieter plötzlich mit höheren Heizkosten dastehen, weil Vermieter noch auf fossile Heizungen setzen." Er verspricht Nachbesserungen, der Streit mit der Union und kritischen Stimmen aus der eigenen SPD hallt noch nach.
Übrigens: Schneider steht auch unter Zugzwang. Bis zum 25. März muss das neue Klimaschutzprogramm der Bundesregierung stehen. Deutschland soll bis 2030 mindestens 65 Prozent CO2 verglichen mit 1990 einsparen. Wie das gelingen kann? Schneider bleibt kämpferisch: "Aufgeben ist keine Option."

Der Umweltminister pocht auf einen zügigen, unumkehrbaren Ausbau der erneuerbaren Energien, um Deutschlands Energiesouveränität zu stärken und eng gesteckte Klimaziele zu erreichen. Gleichzeitig mahnt er an, Mieter beim geplanten Heizungstausch stärker zu schützen, damit Kosten nicht ungerecht verteilt werden. Interessant ist, dass Schneider klar Position gegen etwaige Begrenzungen beim Solarausbau bezieht, und unmissverständlich Nachbesserungen – sowohl beim EEG als auch beim Mieterschutz im Gebäudeenergiegesetz – fordert. Aktuelle Recherchen zeigen, dass es in der Debatte nicht nur um technische Details, sondern um soziale Ausgewogenheit geht: Während Fossilenergie-Branchen weitergehende Übergangsfristen wünschen, drängen Umweltverbände und viele Bürger auf Tempo und Verlässlichkeit (siehe u.a. Berichte der Süddeutschen, taz, Spiegel, Stand: 12. Juni 2024). Gleichzeitig steht Deutschland im europäischen Vergleich unter besonderem Druck, weil Nachbarländer wie Dänemark oder Spanien beim Ausbau der Erneuerbaren messbare Erfolge vorweisen – ein Aspekt, der die deutsche Energiepolitik aktuell stark beeinflusst.

Schlagwort aus diesem Artikel