Evonik beobachtet aufmerksam die Entwicklungen beim Thema US-Zölle und zieht als eine von mehreren Optionen die Rückforderung gezahlter Summen im niedrigen zweistelligen Millionenbereich in Betracht. Während diese Zölle den Konzern direkt kaum belasten, ergeben sich durch die Produktion in den USA durchaus auch Wettbewerbsvorteile – vor allem wenn chinesische Konkurrenz ausgeschlossen wird. Gleichwohl steht für Evonik die Förderung eines freien Welthandels vorne: Das Bekenntnis zu offenen Märkten bleibt trotz der aktuellen protektionistischen Tendenzen der US-Regierung zentral. Recherchiert man aktuell, verdichten sich die Berichte über eine bevorstehende US-Zollreform, die nicht nur Chemiekonzerne betrifft, sondern ganze Lieferketten in Europa und China beeinflusst. Anfang Juni 2024 wurde zudem über einen wachsenden Druck europäischer Unternehmen berichtet, auf gezahlte Zölle Rückforderungen zu stellen. Derweil setzen deutsche Industriekonzerne in den USA stärker auf eigene Standorte, um Zollrisiken zu umgehen und so von lokaler Wertschöpfung und weggefallenen Logistikkosten zu profitieren.
26.02.26 16:50 Uhr