Die geplante Sanierung von Schloss Bellevue sorgt für Unruhe, weil die Kosten laut Bund der Steuerzahler rasant die Milliardenmarke überschreiten könnten. Kritiker stellen die Verhältnismäßigkeit der Ausgaben infrage, gerade vor dem Hintergrund anhaltender Haushaltsdefizite und dringender Sparmaßnahmen an anderer Stelle. Die Umstände erinnern viele an andere große Bauprojekte des Bundes, bei denen sowohl die Kosten als auch die Bauzeiten aus dem Ruder gelaufen sind. Auch in anderen Medien wird inzwischen lebhaft über die Bellevue-Sanierung diskutiert: So berichtet die "Süddeutsche Zeitung" nicht nur von den erwarteten Kosten, sondern auch von politischen Reaktionen, die für mehr Transparenz und Kontrolle beim Bau fordern. Die "Tagesschau" hebt hervor, dass die Sanierung nicht nur dringend wegen des baulichen Zustands sei, sondern auch energetische Verbesserungen geplant sind, was aber nicht alle Kritiker besänftigt. Die "FAZ" thematisiert, dass mit dem geplanten Interimsbau am Hauptbahnhof ein beachtliches Prestigeobjekt entsteht, das langfristig genutzt werden könnte – aber die Kosten dennoch umstritten bleiben. Zusätzlich wird aus Erfahrung mit Großprojekten wie dem Berliner Flughafen oder dem Berliner Stadtschloss gewarnt: Die angesetzten Summen könnten am Ende dennoch nicht reichen.