Deutschlandticket: Mehr als nur ein Fahrschein – Ein Blick auf die aktuelle Wirkung

Eine neue Untersuchung im Auftrag des Verkehrsministeriums belegt: Das Deutschlandticket revolutioniert nicht nur das Pendeln, sondern zeigt auch Umweltwirkungen. Rund 14,5 Millionen Menschen greifen bereits zu – das verändert Alltag, Mobilität und besonders die Chancen für den ländlichen Raum.

heute 13:55 Uhr | 3 mal gelesen

Erstaunlich, aber wahr: Das Deutschlandticket ist längst kein Großstadt-Phänomen mehr. Nicht nur in Hamburg, München oder Berlin steigen die Fahrgastzahlen – auch kleinere Orte profitieren, manch stillgelegte Bahnstrecke erwacht plötzlich zu neuem Leben. Verkehrsminister Patrick Schnieder bringt es auf den Punkt: Der günstige Monatstarif verschafft finanziell Entlastung UND macht es schwerer, Ausreden für das Stehenlassen des Autos zu finden. Klar, Perfektion ist das Ticket noch nicht – Vertrieb und App-Lösungen wirken stellenweise noch ein wenig altbacken. Aber: Digitalisierung kommt in Fahrt. Interessant auch, wie die Teilhabe wächst, vor allem für Menschen, bei denen das Geld sonst eher knapp ist. Stichwort: Mobilität als soziale Frage. Forscher sehen einen Haken – oder sagen wir lieber „eine offene Tür“: Rund 5,8 Millionen potenzielle Nutzer könnten noch gewonnen werden, wenn man ihnen – und vielleicht auch sich selbst – den Fahrplan für den Wechsel ins Nahverkehrsteam schmackhaft macht. Sogar das Reaktivieren ehemaliger Abonnenten gilt als lohnenswert. Vielleicht braucht es auch neue Werbekampagnen, vielleicht tolerieren die Leute sogar leichte Unpünktlichkeit, wenn das Angebot und der Preis stimmen. Ein bisschen Luft nach oben bleibt immer.

Laut dem dritten Zwischenbericht zur Wirkung des Deutschlandtickets wird der öffentliche Verkehr vielerorts gestärkt, die CO2-Bilanz verbessert und die gesellschaftliche Teilhabe gefördert. Mehr als 14 Millionen Menschen haben das Ticket bereits abonniert, mit starkem Zulauf besonders in Ballungsräumen – trotzdem bietet der Markt noch Spielraum, vor allem bei jenen, die bislang keinen Nahverkehr nutzten. Ergänzend berichten mehrere Medien darüber, dass insbesondere junge Leute und Pendelnde vom Deutschlandticket profitieren, aber auch, dass Kostenkontrolle und buchungstechnische Weiterentwicklungen ein Dauerthema bleiben. Auch wurde kritisch angemerkt, dass ohne zusätzliche Investitionen in die Infrastruktur die Möglichkeiten des Deutschlandtickets begrenzt sein könnten. Insgesamt überwiegen laut aktuellen Analysen aber die Vorteile, etwa hinsichtlich Klimaschutz, Preisgestaltung und sozialer Mobilität.

Schlagwort aus diesem Artikel