Mexiko-Stadt, Guadalajara und Monterrey – das sind drei der zentralen Austragungsorte der kommenden Fußball-WM, ausgerechnet in einer Zeit, in der Mexiko mit einer weiteren Welle der Gewalt zu kämpfen hat. Besonders brisant: Die jüngsten Unruhen hängen offenbar mit dem Tod von Nemesio Oseguera alias 'El Mencho', dem Kopf des berüchtigten CJNG-Kartells, zusammen. Nachdem ein US-gestützter Einsatz El Mencho aus dem Verkehr zog, flammten ausgerechnet in Guadalajara, einer WM-Stadt, heftige Auseinandersetzungen auf.
Christoph Ploß, Tourismusbeauftragter der Bundesregierung, fand dazu deutliche Worte und forderte die Fifa auf, ihrer Verantwortung gerecht zu werden – insbesondere im Zusammenspiel mit den Regierungen Kanadas, der USA und Mexikos. Die Sicherheit deutscher wie internationaler Gäste stehe für die Bundesregierung ganz oben auf der Agenda. Ploß rät allen WM-Reisenden dringend dazu, sich vorab über die aktuellen Hinweise beim Auswärtigen Amt zu informieren. Und: Die Lage werde engmaschig beobachtet, um flexibel reagieren zu können. Ein kleiner Seitenblick: Solche Entwicklungen erinnern einen irgendwie daran, wie sehr Sport und Politik—oder in dem Fall: organisierte Kriminalität—sich immer wieder gegenseitig durchdringen. Das macht einen nachdenklich.
Der Tod des Kartellbosses Nemesio Oseguera hat Mexiko in den vergangenen Tagen in Unruhe versetzt – gewalttätige Ausschreitungen auch in WM-Städten stellen eine ernstzunehmende Bedrohung der bevorstehenden Fußballweltmeisterschaft dar. Christoph Ploß bringt gegenüber der Fifa den Wunsch nach klaren Sicherheitsgarantien zum Ausdruck und ermutigt Fans, sich regelmäßig über die Sicherheitslage zu informieren. Laut aktuellen Medienrecherchen bleibt das Risiko für Touristen hoch, doch die Regierungen der drei Gastgeberländer arbeiten gemeinsam an Konzepten, um die Sicherheit rund um die Spiele zu gewährleisten. Neue Berichte unterstreichen: Das Thema Sicherheit hat aktuell höchste Priorität und wird von politischen wie sportlichen Instanzen intensiv diskutiert.