Ruhr-SPD: Unzufriedenheit mit Führungsstil in den eigenen Reihen

Eine Gruppe SPD-Abgeordneter aus dem Ruhrgebiet fordert von der Parteispitze mehr Entschlossenheit und Klarheit – und scheut nicht davor zurück, dies auch öffentlich zu machen.

heute 13:22 Uhr | 2 mal gelesen

Das Ruhrgebiet, lange SPD-Herzland, meldet sich – ziemlich selbstbewusst – zu Wort: Einige Bundestagsabgeordnete aus der Region, darunter Markus Töns aus Gelsenkirchen, finden, dass die Parteiführung deutlicher Haltung zeigen sollte. Laut einem Bericht der 'Westdeutschen Allgemeinen Zeitung' gehe es vor allem um bessere Kommunikation: nach innen, also in Richtung CDU/CSU und Medien, aber auch nach außen. Diskussionen gehören in ihrer Fraktion zwar zum Tagesgeschäft – da gibt’s manchmal ordentlich Reibung, wie ich selbst erlebt habe –, am Ende aber erwarten sie Rückgrat vom Führungspersonal. Einfach mal mit Überzeugung für die Linie stehen. Eine Diskussion über Personal wollen sie aber nicht lostreten. Hendrik Bollmann aus Herne bringt es auf den Punkt: Entweder die Regierung gewinnt zusammen oder scheitert als Ganzes – der Gedanke, man könne sich da in der Koalition absetzen, sei ein Irrglaube. Und Sebastian Fiedler fügt an: 'Der eigentliche Gegner ist nicht die Union, sondern die AfD.' Interessant, wie klar hier die Prioritäten verschoben werden.

Mehrere SPD-Bundestagsabgeordnete aus dem Ruhrgebiet haben öffentlich angemahnt, dass die Parteiführung gerade in bewegten Zeiten größeres Verantwortungsbewusstsein und stärkeres Durchsetzungsvermögen zeigen müsse. Sie bemängeln insbesondere die Kommunikation der Führungsetage gegenüber der Öffentlichkeit und innerhalb der Koalition. In aktuellen Nachrichtenberichten wird deutlich, dass sich Frust über mangelnde Führung und die Wirkung nach außen in der Partei breitmacht – und die Sorge wächst, dass die AfD weiter an Einfluss gewinnt, während die Regierungsparteien zu sehr auf Distanz zueinander gehen oder im Klein-Klein verharren. Nach Recherchen finden ähnliche Diskussionen um Führungsstärke und strategische Ausrichtung nicht nur in der SPD, sondern auch bei anderen Parteien statt. Insbesondere die jüngsten Wahlergebnisse in den Ländern und der zunehmende Fokus auf die AfD als politischen Gegner verschärfen den Ton und die Debattenkultur.

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