Julia Simic attestiert Riera Mitschuld am Chaos bei Eintracht Frankfurt

Julia Simic, Ex-Nationalspielerin und heutige TV-Expertin, gibt zu bedenken, dass beim ständigen Trainerwechsel in Frankfurt manches schief gelaufen ist – und Trainer Riera laut ihrer Ansicht daran nicht unschuldig ist.

heute 15:26 Uhr | 2 mal gelesen

In einem Gespräch mit "Absolut Fussball" (Ippen-Media) hat Julia Simic deutliche Worte zur angespannten Trainer-Situation bei Eintracht Frankfurt gefunden. Laut Simic fehlte Albert Riera nicht nur das Vertrauen der Fans, sondern auch die Rückendeckung seiner eigenen Mannschaft. "Wenn man schon nach wenigen Tagen öffentlich von einem 'Zirkus' spricht, dann sorgt man genau für die Unruhe, die man eigentlich vermeiden will", so ihre nüchterne Einschätzung. Simic, die selbst noch vor wenigen Monaten im Klub-Umfeld aktiv war, hält die Verpflichtung von Riera für eine klare Fehlentscheidung. Nach der Toppmöller-Zeit habe man sich jemanden mit Ausstrahlung und Durchsetzungsvermögen gewünscht; stattdessen folgte erneut Frust. Als gelungenes Gegenmodell nannte sie VfB Stuttgart, wo Trainer Sebastian Hoeneß trotz zahlreicher Personalwechsel für Ruhe und Erfolg sorgt – Stichwort: internationale Plätze. Und dass der VfL Wolfsburg abgestiegen ist? Für Simic immer noch rätselhaft. Eigentlich, sagt sie, steckte in dem Team genug Qualität für einen sicheren Ligaverbleib. Ob da am Ende wieder mal zu viele Köche am Werk waren?

Julia Simic stellt in ihrem Interview die These auf, dass Eintracht Frankfurt nach der Ära Toppmöller mit Albert Riera eigentlich die Wende schaffen wollte, aber daran gescheitert ist, weil grundlegende Unterstützung im Team und Umfeld fehlte. Sie sieht das mediale und interne Chaos auch durch Rieras Auftreten beschleunigt. Im aktuellen Kontext zeigen Medienberichte, dass das Unruhepotenzial im europäischen Fußball ansteigt – nicht selten ausgelöst durch Unsicherheiten bei Trainerentscheidungen und harsche mediale Begleitung. Nach DW (04.06.2024) steht Frankfurts Frauenfußball besonders unter Druck, da die künftige Champions-League-Qualifikation auf dem Spiel steht und ähnliche Führungsprobleme offenbar sind. Die FAZ (03.06.2024) analysiert, wie sich atmosphärische Störungen zwischen Trainerteam und Vorstand negativ auf den Saisonverlauf auswirkten. Taz.de (03.06.2024) reflektiert über die negativen Einflüsse schneller Trainerwechsel und die Folgen für die Vereinsidentität.

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