Viele führen ihr Kosmetikstudio mit echtem Herzblut. Die Entscheidung, sich selbstständig zu machen, war oft getragen von der Sehnsucht nach Unabhängigkeit – eigene Ideen verwirklichen, in engem Kontakt mit der Kundschaft stehen und hochwertige Arbeit leisten. Doch die Realität hat ihre Stolpersteine: Trotz randvoller Tagespläne bleibt die finanzielle Sicherheit häufig aus. Viele Preise wirken mehr wie ein ungeschriebenes Zugeständnis – Hauptsache, niemanden vergraulen. So gleichen manche Wochen eher einer finanziellen Achterbahnfahrt, der Kontostand bleibt knapp über dem Wasser. Gleichzeitig ahnt man, dass mehr drin wäre – das „Wie“ bleibt nebulös. Gerade diese Unsicherheit bildet den Nährboden für finanzielle Schieflagen. Banu Suntharalingam bringt es auf den Punkt: „Preise, die aus Unsicherheit entstehen, kosten auf Dauer die Existenzgrundlage.“
Ihr Ansatz: Schluss mit Fixierung auf Kaffeekränzchen-Preise. Stattdessen geht es um eine bewusste strategische Entwicklung. Über 450 Studios hat sie bereits begleitet und weiß: Preisgestaltung ist immer mehr als eine bloße Zahl – sie spiegelt die Positionierung, das eigene Verhältnis zu Wert und Selbstbewusstsein wider. Kurzfristige Preiserhöhungen? Bringen selten nachhaltige Abhilfe. Erst, wenn Studios sich klar darüber sind, wofür sie stehen und welche Kundinnen wirklich zu ihnen passen, ergeben sich Preise, die sich auch durchsetzen lassen.
Obwohl so viel Qualität und Engagement investiert wird, setzen viele Kosmetikerinnen ihren Preis instinktiv zu niedrig an. Der Grund ist oft weniger Marktdruck als vielmehr die Angst vor Zurückweisung oder leeren Terminkalendern. Statt gezielt einen angemessenen Unternehmerlohn einzuplanen, regiert das Gefühl, es allen „recht machen“ zu wollen. Dabei verflüchtigt sich der eigentliche Wert der Arbeit im diffusen Nebel der Unterbewertung. Und wie fühlt sich das an, die eigenen Leistungen zu verramschen? Unschön – aber schwer zu überwinden.
Vergleiche mit anderen Studios, die (scheinbar spielend) höhere Preise verlangen, führen selten zu Orientierung – sondern vielmehr zu einem Gefühl von „Ich schaffe das nie“. Genau da setzt Banu mit ihren Klientinnen an: Den eigenen Wert erkennen, Klarheit über die eigene Position entwickeln, Kontrolle über Prozesse gewinnen – das ist die Grundlage für schlüssige Preisgestaltung. Preise reaktiv zu verändern, gleicht dabei eher einem Versuch, den Wind mit den Händen zu fangen.
Doch Achtung: Einfach mal den Preis mutig anzuheben und hoffen, dass die Kassen klingeln? Funktioniert im seltensten Fall. Neue Kundinnen wählen nach erstem Eindruck und Transparenz – fehlt die, wirkt ein hoher Preis eher abschreckend. „Vertrauen entsteht über Zeit, konkrete Ergebnisse und klare Kommunikation, nicht durch das Etikett“, so Suntharalingam. Ein reflexhaft erhöhter Preis ohne stabile Prozesse und überzeugende Außenwirkung kann sogar gegenteilig wirken und Unsicherheit noch verstärken – auf beiden Seiten.
Was wirklich hilft? Klare Prozesse, gezielte Kommunikation und eine wohlüberlegte Positionierung: Wer weiß, für wen und wofür er steht, kann nicht nur souveräner zum eigenen Wert stehen, sondern steuert auch Auslastung und Nachfrage. Das gibt Spielraum für Preisgestaltung mit Rückgrat. Und am Ende? Mehr Sicherheit, wirtschaftliche Stabilität – und das Gefühl, nicht nur allen anderen, sondern endlich auch sich selbst gerecht zu werden.
Wer als Studioinhaberin raus aus dem Preiskampf will, findet bei Beautyholic individuelle Beratung. Der Weg zum selbstbewussten Umgang mit Preisen beginnt oft mit dem Mut, den eigenen Wert zu hinterfragen und das bisherige Selbstverständnis radikal neu zu sortieren.
Kontakt:
Beautyholic – Banu Suntharalingam
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E-Mail: info@beautyholic.de
Pressekontakt: Ruben Schäfer | redaktion@dcfverlag.de
Original-Content von: Beautyholic, über news aktuell
Der Artikel beleuchtet am Beispiel von Banu Suntharalingam und Beautyholic, wie die häufig zu niedrige Preisgestaltung in Kosmetikstudios weniger am Markt, sondern mehr am eigenen Selbstwertgefühl der Inhaberinnen liegt. Suntharalingam argumentiert, dass nachhaltige wirtschaftliche Sicherheit nicht durch defensive Preiskalkulation oder radikale Preissprünge entsteht, sondern durch eine klare Positionierung, stringente Prozesse und selbstbewusste Kommunikation. Die eigene Einstellung zum eigenen Wert zieht sich für viele durch alle unternehmerischen Ebenen – für echte Stabilität gilt es, diese Muster zu durchbrechen und auf unternehmerische Klarheit zu setzen.
Ergänzung durch aktuelle Recherche (Stand: Juni 2024): Neue Branchenzahlen zeigen, dass vor allem jüngere Kosmetikunternehmerinnen ihre Preise weiter unter Durchschnitt halten, oft aus Sorge, mit der Konkurrenz nicht mithalten zu können. Verschiedene Medien belegen jedoch, dass viele Kundinnen durchaus bereit sind, für Qualität und persönliche Beratung mehr zu bezahlen. Trendthemen wie gezielte Social-Media-Kommunikation, stärkere Personalisierung der Angebote und verstärkte Strategien zur Kundenbindung zeigen laut Experten: Wer eine erkennbare Markenidentität aufbaut und mit mutigem Pricing experimentiert, schafft oft die Grundlage für anhaltenden Erfolg.