ADX Energy meldet: Welchau-Bohrung offenbart aussichtsreiches Leichtöl-Vorkommen

Molln – Die aktuellen Analysen rund um die Welchau-1-Bohrung in Oberösterreich bestätigen das Vorkommen von Leichtöl, das sich offenbar weiter westlich in die Welchau-Antiklinalstruktur ausdehnt. Die neuen Proben zeigen dieselbe Dichte wie das bereits aus tieferen Schichten geförderte Öl. ADX-Chairman Ian Tchacos spricht von „ermutigenden“ Ergebnissen und sieht Anzeichen für ein bedeutendes Öl- sowie Gaskondensatpotenzial.

heute 11:03 Uhr | 4 mal gelesen

Die neuen Probenfunde legen nahe, dass ADX Energy mit ihrer jüngsten Strukturinterpretation ins Schwarze getroffen hat – im wahrsten Sinne des Wortes. Die Hinweise verdichten sich: Das Leichtöl-Lager zieht sich wohl bis zu einem halben Kilometer höher und weiter in den Westen, als ursprünglich angenommen. Besonders bemerkenswert finde ich, dass das Öl, das aus den Reifling- und Steinalm-Gesteinen stammt, keinerlei Spuren biologischer Zersetzung zeigt. Und noch etwas springt ins Auge: Das Überdrucksystem, das in der Tiefe gemessen wurde, verstärkt die Theorie eines hochgelegenen neuen Vorkommens. Natürlich bleibt vieles komplex. Tchacos gibt sich dennoch optimistisch: Oberflächennahe und leicht erreichbare Lagen, gepaart mit bereits vorhandener Gasinfrastruktur, machen das Welchau-Feld besonders spannend für eine mögliche Förderung. Die Tests – die übrigens im Januar 2025 wegen Umweltbedenken kurzzeitig gestoppt, aber im September wieder genehmigt wurden – konzentrieren sich nun vor allem auf das herausfiltern, wie ergiebig dieses Leichtöl tatsächlich ist. Es ist wie ein Puzzle: Die 128 Meter starke Reifling-Formation, welche als die flachste der Karbonatlagerstätten in der Gegend gilt, ist aktuell der Star der Bohrserie, auch wenn noch nicht alle Bereiche ausgetestet sind. Im März 2024 förderte die Bohrung Welchau-1 über einen 450 Meter langen Abschnitt regelmäßige Kohlenwasserstoff-Anzeigen zutage. Vier voneinander unabhängige Karbonat-Schichten gibt es dort zu durchleuchten, aber bisher ist nur ein Teilstück genauer beprobt worden. Wie förderbar das Ganze am Ende ist – davon hängt noch vieles ab. ADX jedenfalls bringt einiges an Erfahrung und Know-how mit: Neben klassischen Kohlenwasserstofffeldern tüftelt man bei ADX auch an unterirdischen Speichern für grünen Wasserstoff. Ein alter Hase auf neuem Terrain – das kann spannend werden.

ADX Energy konnte mit der Welchau-1-Bohrung in Oberösterreich erstmals den Nachweis für potenziell förderbares Leichtöl in strukturhöheren Gesteinsschichten liefern; besonders auffällig ist dabei die Ausdehnung des Vorkommens nach Westen hin, untermauert von sauber erhaltenen Proben und einem messbaren Überdrucksystem. Die Unternehmenstests wurden zeitweise durch Einsprüche von Umweltorganisationen gestoppt, doch die jüngste Entscheidung des OÖ Landesverwaltungsgerichtshofs gab grünes Licht für die Wiederaufnahme der Arbeiten – ein Signal, das sowohl Risiken als auch Chancen für die regionale Energiewirtschaft birgt. Eine ergänzende Recherche zeigt: Die österreichische Energiepolitik steht aktuell unter großem öffentlichem und politischem Druck, Klimaziele, Energiesouveränität und Naturschutz miteinander zu vereinbaren; der Fund könnte daher nicht nur für ADX, sondern auch für die gesamte Energiewende in Österreich einen Präzedenzfall markieren, wie der Umgang mit fossilen Fragestellungen unter neuen Rahmenbedingungen ausgehandelt wird.

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