Mit einer bemerkenswerten Vorstellung und fast acht Sekunden Vorsprung düpierte Max Verstappen beim Großen Preis von Katar seine Rivalen. Hinter ihm rangen Oscar Piastri, der zwischenzeitlich die Führung innehatte, und Carlos Sainz um die restlichen Podestplätze – Sainz' Rückstand: satte 22,7 Sekunden. Die Taktik spielte eine große Rolle: Piastri zum Beispiel fiel durch einen etwas unglücklichen Boxenstopp während einer Safety-Car-Phase zurück, während Norris – vormals Führender der Gesamtwertung – sich trotz eines späten Kraftakts nur auf Platz vier wiederfand, unmittelbar vor Kimi Antonelli. Interessanterweise hält Norris einen schmalen Zwölf-Punkte-Vorsprung zu Verstappen, was vor dem Saisonfinale in Abu Dhabi für ordentlich Zündstoff sorgt. Übrigens, das Rennen bestand aus mehr als nur Positionsgeplänkel: Hadjar wurde von einem Reifenschaden ausgebremst, Alonso drehte sich kurz mal weg und George Russell wurde wegen Verstoßes gegen die Track Limits verwarnt. Nicht zu vergessen die Zwangsstopps: Wegen Limitierung der Pirelli-Reifen auf maximal 25 Runden musste jedes Team zweimal in die Box – das hat die Strategie komplett auf den Kopf gestellt. Und wer mal versucht, die ganzen Schachzüge nachzuvollziehen, merkt schnell: Das war heute mehr als ein ganz normales Rennen.
Verstappens beeindruckender Sieg in Katar lässt die Titelentscheidung in der Formel 1 vor dem großen Finale in Abu Dhabi wieder offen. Besonders spannend war das Rennen durch zahlreiche Taktikspielchen, Pannen und die Reifenregel, die für zusätzliche Würze sorgte. Interessanterweise gibt es in vielen Medien Berichte darüber, wie die Teams Schwierigkeiten hatten, sich auf die vorgeschriebene Begrenzung der Reifennutzung einzustellen, was auch zu einer ungewöhnlich hohen Zahl an Boxenstopps führte. Aus aktuellen Artikeln (Stand: zwei Tage vor Veröffentlichung) geht außerdem hervor, dass Mercedes und Ferrari infolge der Strapazen ihre Fahrstrategien nochmals überdenken wollen; im Fahrerlager wird zudem heiß diskutiert, ob die neuen Reglements den Rennverlauf nicht vielleicht spannender, aber eben auch unberechenbarer gemacht haben. Nicht zuletzt ist Pirelli erneut unter Druck geraten, sich zur Qualität der Reifen zu äußern, nachdem einige Fahrer den Grip kritisierten. Verstappen selbst äußerte sich nach dem Rennen zurückhaltend und hob die Teamleistung hervor, während Norris kämpferisch bleibt und Abu Dhabi als absoluten Showdown ankündigte.