Im Kern geht es im aktuellen Streit um die geplante Umsetzung der GEAS-Reform (Gemeinsames Europäisches Asylsystem): Ab Mitte 2026 sollen Asylverfahren vermehrt direkt an den EU-Außengrenzen stattfinden – inklusive beschleunigter Abschiebungen im Falle negativer Bescheide. Da auch Deutschland von dieser Regelung betroffen ist (etwa an Flughäfen), fordert der Bund, dass die Bundesländer entsprechende Kapazitäten schaffen. Mehrere Länder halten das nur für tragbar, wenn der Bund sich verbindlich und umfassend an den Kosten beteiligt – andernfalls, so ihre Positionen, droht eine Überforderung und massive Verteilungskonflikte. Inzwischen wird auch diskutiert, zentrale Bundesausreisezentren einzurichten, um die Rückführung effektiv zu organisieren und so die Länder zu entlasten. Laut aktueller Berichterstattung aus verschiedenen großen Medienhäusern bleibt die Einigung über Zuständigkeiten und Finanzierung zwischen Bund und Ländern allerdings vorerst aus. Zudem wird in den letzten Tagen verstärkt auf die Grundsatzfrage verwiesen, ob die geplanten Grenzverfahren tatsächlich den versprochenen Beitrag zur Steuerung von Migration und zur Entlastung der Kommunen leisten können – Skepsis ist in vielen Kommentaren herauszulesen. **Neue Details aus aktuellen Medienberichten (bis 16.06.2024):** - Die Länder positionieren sich zunehmend geschlossen und drohen laut FAZ auch mit der Blockade des geplanten Gesetzes zur GEAS-Umsetzung, sollte keine verbindliche Finanzierung durch den Bund zugesichert werden. (Quelle: [FAZ](https://www.faz.net)) - In Berichten der Süddeutschen Zeitung wird darauf hingewiesen, dass Finanzminister Christian Lindner (FDP) zusätzliche Mittel für die Länder bislang zurückhält und auf 'Effizienzsteigerungen' verweist – während Kommunalverbände vor einem Finanzierungschaos warnen. (Quelle: [Süddeutsche](https://www.sueddeutsche.de)) - Die taz beschreibt die hitzige Debatte bei der aktuellen Innenministerkonferenz, bei der nicht nur die Kostenfrage, sondern auch humanitäre Bedenken zum Ablauf der Grenzverfahren und der Umgang mit besonders Schutzbedürftigen thematisiert werden – einige Vertreter sprechen hinter vorgehaltener Hand von einem 'Lückenwerk' im geplanten Gesetz. (Quelle: [taz](https://taz.de))
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