Bundesliga: HSV triumphiert in Unterzahl über Stuttgart

Trotz einer Gelb-Roten Karte in der Schlussphase erkämpft sich der Hamburger SV einen überraschenden 2:1-Heimsieg gegen den Tabellenfavoriten VfB Stuttgart.

heute 17:30 Uhr | 18 mal gelesen

Schon zu Beginn schien der HSV hellwach: In der 17. Minute netzte Glatzel eiskalt ein, nachdem Rossing-Lelesiit mit einem beherzten Solo und viel Übersicht auflegte. Stuttgart schnappte sich danach das Mittelfeld, aber – als Zuschauer beschleicht einen oft das Gefühl, manche Mannschaften finden einfach kein Rezept fürs letzte Drittel. Genau das erlebten die Stuttgarter. Nach dem Wechsel machten sie ordentlich Druck; Undav bestraft dann einen Fehler von Torwart Heuer Fernandes und gleicht zum 1:1 aus. Was auffiel: Intensität – und zwar in jeder Hinsicht. Körperbetonte Duelle, viele kleine Fouls, ein paar gelbe Karten, das Übliche, aber diesmal lag Strom in der Luft. Als dann Rossing-Lelesiit Gelb-Rot kassiert (81.), fühlt man schon den Kipppunkt in der Hamburger Arena. Aber gerade in Unterzahl erinnert der HSV an einen Hund, der sich nicht vertreiben lässt. Und dann: In der 94. Spielminute schiebt Fábio Vieira das Ding rein – Szene für die Geschichtsbücher? Vielleicht nicht ganz, aber dieser späte Treffer sichert drei Punkte, die ihnen lange in Erinnerung bleiben dürften. Stuttgart dürfte mit hängenden Köpfen zurück in den Süden fahren. Tabelle spricht Klartext: HSV klettert auf Rang 13, Stuttgart fällt auf Platz sechs. Nächste Haltestelle für beide? Pokal: Hamburg trifft auf Kiel, Stuttgart auf Bochum. Ob sie daraus Schwung mitnehmen können – das steht noch in den Sternen.

Der Hamburger SV hat am zwölften Bundesliga-Spieltag trotz Unterzahl einen bemerkenswerten 2:1-Sieg gegen den VfB Stuttgart errungen: Nach einer engagierten ersten Halbzeit brachte Glatzel den HSV in Führung, ehe Stuttgarts Undav nach dem Seitenwechsel ausglich – doch in der dramatischen Nachspielzeit entschied Fábio Vieira das Match zugunsten der Gastgeber. Solche späten Siegtreffer sind selten, aber gerade in dieser Phase zeigten die Hamburger unerwartete Widerstandskraft, während Stuttgart – trotz spielerischer Überlegenheit und numerischer Vorteile – sich wiederholt im dichten Abwehrnetz der Norddeutschen verfing. Betrachtet man aktuelle Analysen verschiedener Sportseiten, wird auch deutlich: In der Bundesliga kippen solche Partien meist zugunsten des effektiveren Teams – und der HSV bewies hier einen seltenen Killerinstinkt, gerade unter Druck. Nach meiner weiteren Internet-Recherche ergibt sich, dass der HSV-Sieg wohl für Aufbruchsstimmung sorgt, aber auch zahlreiche Fragen aufwirft: Wie beständig ist die Hamburger Defensive wirklich, und können Stuttgart und Co. nach solchen Rückschlägen dennoch Konstanz zeigen? Aktuelle Kommentare hinterfragen auch die Schiedsrichterleistung sowie das taktische Verhalten der beiden Teams – kein Wunder, denn gerade bei engen Spielen werden Verantwortliche schnell zum Zielpunkt für Kritik oder Lob.

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