Irgendwie fühlt es sich jedes Mal gleich an: Wieder Raketen, wieder internationale Empörung. Diesmal also steuern Frankreich, Deutschland und Großbritannien – die berüchtigten E3 – das Mikrofon. In ihrer Erklärung ist von 'wahllos und unverhältnismäßig' die Rede, mit Blick auf die Angriffe Irans, die ja durchaus auch Länder trafen, die gar nicht direkt ins Geschehen zwischen USA, Israel und Iran involviert waren. Auch ein Nebenkriegsschauplatz kann schmerzhaft sein – und genau das will niemand unkommentiert lassen.
Sie forderten am Sonntag ziemlich klar, dass die Angriffe sofort aufzuhören haben – was, ehrlich gesagt, wohl kaum jemand überraschen dürfte. Interessant bleibt die Ansage, die eigenen 'Interessen' notfalls auch militärisch und gegebenenfalls gemeinsam mit Verbündeten zu verteidigen. Die Möglichkeit, im Namen von Verteidigung auch mal robust durchzugreifen, wurde jedenfalls schon mal deutlich in den Raum gestellt. Und natürlich: Wer weiß, ob diese Form der Abschreckung funktioniert? Die E3 jedenfalls machen klar, dass sie sich aus der Gleichung nicht herausnehmen lassen. Ihr Tenor: Mehr Zusammenhalt mit USA und anderen Partnern - man möchte wieder einmal 'gemeinsam stärker' sein.
Die jüngsten Raketenangriffe des Iran auf mehrere Länder in der Nahost-Region sind international auf starke Ablehnung gestoßen – insbesondere die sogenannten E3-Staaten (Deutschland, Frankreich, Großbritannien) betonen, dass solche Attacken neue politische und sicherheitspolitische Risiken bergen. Die Sorge um eine weitere Eskalation ist deutlich spürbar; manche Kommentatoren vergleichen die Situation bereits mit anderen brandgefährlichen Phasen des Nahen Ostens in den letzten Jahrzehnten. Auffällig ist auch, dass der Iran inzwischen erklärtermaßen bereit ist, auf alle wahrgenommenen Bedrohungen von außen kraftvoll zu antworten, wodurch die Lage für die Nachbarstaaten zunehmend unübersichtlicher wird. Aktuell diskutieren die E3-Staaten, gemeinsam mit den USA und anderen Verbündeten, welche diplomatischen oder militärischen Reaktionen als nächstes folgen könnten. Neue UNO-Resolutionen oder weitergehende Sanktionen werden ebenfalls als Optionen in Betracht gezogen, was den ohnehin undurchsichtigen Dschungel internationaler Beziehungen weiter verdichtet.