„Das ist derzeit einfach keine Möglichkeit“, erklärt Johann Wadephul (CDU) und bezieht sich dabei auf eine militärische Evakuierung aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Lufträume seien praktisch zu, wie er in einem Gespräch mit der „Bild“-Zeitung äußerte – und das lässt keinen Spielraum für Aktionen, wie man sie vielleicht aus Filmen kennt. Stattdessen, so Wadephul, liege der Fokus der Bundesregierung auf konsularischer Hilfe und möglichst umfassenden Informationen für die gestrandeten Deutschen. Alle diplomatischen Vertretungen seien zugänglich, der Draht zu den Menschen werde gehalten – doch wann eine Rückkehr nach Deutschland realistisch ist, darüber kann derzeit niemand seriös Auskunft geben. Das erzeugt natürlich Unsicherheit. Es bleibt also vorerst eine Situation, in der Geduld gefragt ist und Zeit eine schwer planbare Größe. Ehrlich gesagt: Ein schales Gefühl bleibt, nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für die, die auf Klarheit warten.
Der CDU-Außenpolitiker Wadephul sieht angesichts der aktuellen Sicherheitslage im Nahen Osten keine Möglichkeit für eine militärische Evakuierung deutscher Staatsbürger aus den VAE. Die Bundesregierung setzt stattdessen darauf, über ihre Botschaften und Konsulate intensive Hilfs- und Informationsangebote bereitzustellen. Nach aktuellen Berichten haben in den vergangenen Tagen mehrere andere europäische Staaten geschlossene Lufträume ebenso als Problem identifiziert und rufen ihre Landsleute zu Vorsicht und vorübergehender Geduld auf. Eine Rückkehr zur Normalität – sprich: zu offenen Lufträumen und Routinen – ist laut Medienberichten momentan kaum seriös vorherzusagen. Inzwischen bewerten auch andere Quellen die Situation als angespannt und sehen zumindest kurzfristig keine grundlegende Entspannung.