Gündogan sieht DFB-Team bei der WM als Hoffnungsbringer

Ilkay Gündogan, Ex-Kapitän der Nationalmannschaft, rechnet dem deutschen Team von Trainer Nagelsmann für die kommende Weltmeisterschaft in Nordamerika überraschend große Chancen aus.

heute 09:59 Uhr | 2 mal gelesen

Mal ehrlich: Über Jahre hinweg war die deutsche Nationalmannschaft ein Synonym für Verlässlichkeit – doch in den letzten Turnieren? Eher nervenzehrend. Umso erstaunlicher, wie optimistisch Ilkay Gündogan plötzlich tönt. In seiner 'Spiegel'-Kolumne schildert der 35-Jährige, dass er der aktuellen DFB-Elf bei der nächsten WM – die ja in den USA, Kanada und Mexiko steigt – eine echte Überraschung zutraut. Der entscheidende Faktor: Julian Nagelsmann. Laut Gündogan genau dieser Typ Coach, bei dem es gerne mal unangenehm werden kann, der reibt, nervt, aber dadurch das Beste aus den Spielern rauskitzelt. Sätze wie „Julian ist ein Trainer, der einem richtig auf den Keks gehen kann“ beweisen: Es geht nicht um Gefälligkeit, sondern um echtere Arbeit am Team. Und: Glaubwürdigkeit ist für Gündogan das A und O – niemand folgt auf Dauer einem, der nur eine Rolle spielt. Zudem hebt Gündogan die Teamhygiene hervor, also das Miteinander und die Klarheit intern – oft unterschätzt, aber laut seiner Erfahrung entscheidend. Julian habe das stets verstanden. Ein kleiner Rückblick: Gündogan führte das DFB-Team bei der EM 2024 an, hat mit 82 Länderspielen einen ziemlichen Erfahrungsschatz und kennt die Turnieratmosphäre mit all ihren Tücken. Vereinsmäßig kann er mit Meistertiteln und Champions-League-Triumph prahlen; trainiert wurde er von immerhin so unterschiedlichen Persönlichkeiten wie Guardiola, Klopp oder Löw. Neuerdings kickt er sogar für Galatasaray Istanbul (2025), was fast schon eine Rückbesinnung auf seine Wurzeln ist. Und trotzdem: Sein Blick nach vorn bleibt unverkennbar kritisch und wach.

Gündogans positive Prognose für das DFB-Team zur WM 2026 sorgt für Hoffnungsschimmer in einer Phase, in der viele Fans skeptisch geblieben sind. Er betont, wie Nagelsmanns Art als Trainer – fordernd, unbequem, aber authentisch – das Team zusammenrücken lässt. Überhaupt ist das Thema Führung in Turnieren aktuell in aller Munde, gerade nach den Erfahrungen aus der EM 2024, wo Kataraktere und Teamdynamik diskutiert wurden. Frische Nachrichten aus Fußball-Deutschland unterstreichen: Es kommt auf klare Hierarchien und echtes Miteinander an, da das DFB-Team dringend ein neues, positives Narrativ braucht. In den letzten Berichten der internationalen deutschen Sportpresse wird Nagelsmanns Einfluss ausdrücklich hervorgehoben, und die Brisanz der kommenden WM nicht unterschätzt.

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