Neuer Handelsökonom für Wirtschaftsgremium im Gespräch

Schon diese Woche könnte die Bundesregierung den vakanten Posten im Sachverständigenrat Wirtschaft mit einem spezialisierten Experten für Handelsfragen besetzen.

heute 13:59 Uhr | 4 mal gelesen

Laut Medienberichten liegt eine Zusage eines potenziellen Kandidaten vor, wobei die finale Entscheidung aktuell noch abgestimmt wird. Sowohl das vom CDU-Minister geführte Wirtschaftsministerium als auch das Kanzleramt haben offenbar darauf gedrängt, diesmal einen Experten mit Fokus auf Handel ins Gremium zu holen. Gabriel Felbermayr, ehemals Chef des Instituts für Weltwirtschaft, erfüllt exakt dieses Anforderungsprofil und gilt daher als Favorit – wenngleich er bisher jede Anfrage zur Personalie unbeantwortet ließ. Auch vonseiten der Ministerien gibt es bislang keine offizielle Stellungnahme. Die Überraschung über das Ausscheiden der Ökonomin Ulrike Malmendier war nicht nur bei ihr groß: In der FAZ äußerte sie, dass sie keinerlei Hinweise oder Kritik im Vorfeld durch die Regierung erhalten habe. Selbst am letzten Tag ihrer Amtszeit kam erst das Telefonat von Wirtschaftsministerin Reiche – ein Anruf, den sie so nicht erwartet hatte.

Der deutsche Sachverständigenrat für Wirtschaft steht offenbar vor einem personellen Wandel: Nach dem Abschied von Ulrike Malmendier soll ein Handelsökonom – sehr wahrscheinlich Gabriel Felbermayr – dem fünfköpfigen Expertengremium beitreten. Die Berufung spiegelt einen politischen Wunsch nach stärkerer handelspolitischer Expertise wider. Die plötzliche Nicht-Verlängerung von Malmendiers Mandat kam überraschend, auch für sie selbst, da sie keinerlei kritisches Feedback aus der Regierung vernommen hatte. Neuere Recherchen zeigen zudem, dass die Bundesregierung in letzter Zeit zunehmend darauf setzt, externe Expertisen gezielt für ihre wirtschaftspolitische Ausrichtung zu berücksichtigen. In vielen Einschätzungen wird betont, dass Felbermayrs globale Perspektive von großem Nutzen sein könnte, insbesondere angesichts derzeitiger geopolitischer Unsicherheiten und wachsender Handelskonflikte. Die Vorbereitungen und Abstimmungen im politischen Betrieb wirken nach außen meist undurchsichtig, was in der aktuellen Debatte um Glaubwürdigkeit und Transparenz von Personalentscheidungen für weiteres Misstrauen sorgt.

Schlagwort aus diesem Artikel