Der deutsche Sachverständigenrat für Wirtschaft steht offenbar vor einem personellen Wandel: Nach dem Abschied von Ulrike Malmendier soll ein Handelsökonom – sehr wahrscheinlich Gabriel Felbermayr – dem fünfköpfigen Expertengremium beitreten. Die Berufung spiegelt einen politischen Wunsch nach stärkerer handelspolitischer Expertise wider. Die plötzliche Nicht-Verlängerung von Malmendiers Mandat kam überraschend, auch für sie selbst, da sie keinerlei kritisches Feedback aus der Regierung vernommen hatte. Neuere Recherchen zeigen zudem, dass die Bundesregierung in letzter Zeit zunehmend darauf setzt, externe Expertisen gezielt für ihre wirtschaftspolitische Ausrichtung zu berücksichtigen. In vielen Einschätzungen wird betont, dass Felbermayrs globale Perspektive von großem Nutzen sein könnte, insbesondere angesichts derzeitiger geopolitischer Unsicherheiten und wachsender Handelskonflikte. Die Vorbereitungen und Abstimmungen im politischen Betrieb wirken nach außen meist undurchsichtig, was in der aktuellen Debatte um Glaubwürdigkeit und Transparenz von Personalentscheidungen für weiteres Misstrauen sorgt.