Frankenmarkt: Erste Tests für neues Erdgasvorkommen starten Mitte Juni

Erste Probebohrung Hochfeld-1 bei Frankenmarkt soll ab Mitte Juni zeigen, wie ertragreich das entdeckte Erdgas wirklich ist. Noch laufen Abbau und Vorbereitung am Bohrstandort – bald entscheidet sich, ob sich der Aufwand gelohnt hat.

heute 19:23 Uhr | 4 mal gelesen

Der Geruch von Maschinenöl liegt noch in der Luft, während schon die letzten Teile der Bohranlage abgebaut werden. In Frankenmarkt steht alles auf dem Prüfstand: Sieben verschiedene Gasschichten – zusammen vier bis sechs Meter Netto-Gas – hat die HOCH-1-Bohrung in über 1,6 Kilometern Tiefe durchstoßen. Ob wirklich genug Erdgas für eine wirtschaftliche Förderung vorhanden ist? Das soll eine bald startende Testphase zeigen, für die derzeit alles vorbereitet wird. Mit besonderem Augenmerk: Die Auswertung der Messdaten ist fast fertig, bald zeigt sich, welche Abschnitte tatsächlich Potenzial haben. Nicht ganz unwichtig, denn Oberösterreich setzt auf diese seichteren Erdgas-Reservoirs – vergleichsweise risikoarm und hoffentlich ergiebig. Begonnen hat das Abenteuer Mitte April, nach rund einem Monat war das Ziel erreicht: 1.685 Meter Tiefe, mitten in jener Hall-Formation, von der so viele sprechen. Das ganze Gebiet könnte – zumindest rein rechnerisch – über 200 Millionen Kubikmeter Methan liefern, im Idealfall sogar mehr als doppelt so viel. Aber wie das halt so ist: Erst der Test gibt die Antwort, alles andere sind Schätzungen mit Unsicherheitsfaktor. Kurz zu ADX Energy: Das Unternehmen ist einerseits international aktiv, wirkt aber recht bodenständig, wenn man mit den Mitarbeitern spricht. Neben Erdöl und Erdgas beschäftigen sie sich inzwischen auch mit grünen Speichern, etwa für Wasserstoff. Im ostösterreichischen Raum ist ADX längst kein Unbekannter mehr – gerade weil sie auf die Erfahrung ihrer Crews und Partner setzen. Wer nach Zahlen sucht, findet: Zwei große Lizenzbereiche, insgesamt etwa 1.100 Quadratkilometer. So viel Raum für Hoffnungen und Zweifel gleichermaßen.

Die Bohrung HOCH-1 in der Nähe von Frankenmarkt könnte ein wichtiger Schritt für die regionale Energieversorgung in Österreich werden. Die geplante Testphase soll im Juni klären, ob sich die entdeckten Gasmächtigkeiten tatsächlich wirtschaftlich nutzen lassen. Die Rolle von ADX Energy als Brückenbauer zwischen konventionellen und erneuerbaren Energien, insbesondere durch die Entwicklung von Wasserstoffspeichern, unterstreicht einen Trend: Klassische Rohstoffe und Energiewende kommen zunehmend zusammen. Laut Pressemeldungen wurde kürzlich bei der Bohrung eine Netto-Gasmächtigkeit von insgesamt vier bis sechs Metern in verschiedenen Tiefenabschnitten festgestellt, wobei die endgültige Bewertung noch aussteht. In den letzten 48 Stunden wurde auf mehreren Nachrichtenseiten über die Bedeutung solcher Schritte für eine unabhängige Energiepolitik und die Herausforderungen bei der Erschließung neuer Lagerstätten berichtet. Außerdem rückt immer mehr in den Fokus, wie Unternehmen der Branche den Spagat zwischen fossiler Förderung und nachhaltigen Lösungen meistern, gerade angesichts der Diskussionen um Klimaneutralität und Versorgungssicherheit.

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