Frankfurt deklassiert St. Tönis – Kaiserslautern triumphiert im umkämpften Duell

Mit einem Torfestival fegt Eintracht Frankfurt über den SC St. Tönis hinweg, Karlsruhe beweist Stehvermögen gegen Münster und Kaiserslautern müht sich im nervenaufreibenden Südwest-Krimi weiter.

heute 21:41 Uhr | 3 mal gelesen

Manchmal schreibt der DFB-Pokal Geschichten, bei denen man sich fragt, ob da irgendwo jemand heimlich die Torzahlen würfelt. Frankfurt etwa hat das Pokalgeschehen beim Außenseiter St. Tönis in ein Schützenfest verwandelt: 11:0 – das kann man sich kaum ausdenken. Jonathan Burkardt eröffnete gleich früh und die Eintracht ließ nicht locker. Tore fielen praktisch im Minutentakt, vor der Pause schien es, als wollten sich alle einmal in die Torschützenliste eintragen. Kurzum: Das Ergebnis war schon zur Halbzeit makaber eindeutig. Chaibi besorgte mit seinem Tor kurz vor Schluss dann endgültig die zweistellige Marke. Ebenfalls interessant: In Münster lag der Karlsruher SC zur Pause hinten – die Nervosität war spürbar. Erst nach dem Wechsel wachten die Badener auf; ein Ausgleich, dann das Führungstor – plötzlich drehte sich die Stimmung, und alles wurde gut für den KSC. Das wilde Kapitel des Tages aber spielte sich in Mannheim ab: Viel Kräftemessen, wenig Zählbares. Beide Teams ballerten einmal ans Metall, es blieb aber torlos – bis dann das Spiel wegen zahlreichen Zwischenfällen mehrfach gestoppt wurde. Feuerwerkskörper, randalierende Anhänger, am Ende sogar ein Polizeieinsatz. In der allerletzten Minute der Verlängerung dann Kanates Treffer – Erleichterung bei Lautern, Frust bei Waldhof. DFB-Pokal, wie er lebt und atmet: mal rauschhaft, mal ruppig.

Die erste Runde des DFB-Pokals brachte eine Mischung aus Kantersieg, dramatischen Wendungen und fanatischen Fans: Frankfurt setzte mit dem 11:0 gegen St. Tönis ein Ausrufezeichen, Karlsruhe rang Preußen Münster nervenstark nieder, während das Südwestderby zwischen Mannheim und Lautern nicht nur fußballerisch, sondern auch durch Zwischenfälle auf den Rängen und einen Polizeieinsatz in Erinnerung bleiben dürfte. Interessant zu beobachten ist, wie der Pokal gerade in den frühen Runden immer wieder für Überraschungen sorgt – mit all seinen Begleiterscheinungen von Euphorie bis Chaos. Laut aktuellen Medienberichten spielte auch das Sicherheitsproblem bei solchen Derbys eine größere Rolle; die Diskussion um mehr Polizeipräsenz und Sanktionen gegen Clubs bei Ausschreitungen ist wieder entflammt.

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