Im anderen Duell holte sich Senegal mit einem überzeugenden 5:0 gegen den Irak eine letzte, kleine Hoffnung aufs Weiterkommen.
Boston, Flutlicht, knisternde Atmosphäre – Frankreich erwischte den besseren Auftakt und Ousmane Dembélé schob den Ball nach sieben Minuten schon mal cool ins Tor. Der französische Offensivmann hatte noch nicht genug und legte mit zwei weiteren Treffern nach (20. und 32.), beide Male nach energisch vorgetragenen Angriffen. Norwegen konnte immerhin direkt nach dem zweiten Tor durch Thelo Aasgaard (21.) wieder Hoffnung schöpfen, aber insgesamt fehlte es den Skandinaviern ein bisschen an Präzision, sie waren hinten zu offen. Kurz nach Wiederanpfiff dann beinahe die Wende: Jorgen Strand Larsen bekam die Elfmeterchance zum Anschluss, doch Keeper Mike Maignan parierte stark. Danach waren die Franzosen das abgebrühtere Team und playten die Partie relativ trockenen Fußes nach Hause.
Norwegen versuchte nochmal, fand vorne aber kaum Mittel gegen die stabile Abwehr der Franzosen. Letztendlich zieht Frankreich als Gruppenprimus weiter ins Sechzehntelfinale. Wer weiß – für Deutschland kann das im Achtelfinale ein interessanter Gegner werden.
Das Parallelspiel hatte wenig von einem echten Schlagabtausch: Senegal dominierte gegen den Irak von Beginn an. Schon in Minute 4 netzte Abdoulaye Seck ein, kurz darauf dezimierte sich der Irak nach einer Notbremse – Rot für Rebin Sulaka (14.). Danach rollte Senegals Express-Torzug: Ismaïla Sarr (56.), dann Pape Gueye mit einem richtig satten Schuss aus der Distanz (59.), und später nochmal (72.).
Den Schlusspunkt setzte Iliman Ndiaye mit einem sehenswerten Distanzschuss in der 82. Minute. Für den Irak ging in Unterzahl wenig zusammen. Senegal bleibt als Dritter irgendwie noch im Geschäft, Irak hingegen verabschiedet sich aus dem Turnier.
Frankreich sicherte sich mit einem souveränen 3:1 gegen Norwegen den ersten Platz der Gruppe I bei der WM. Hervorzuheben ist besonders Ousmane Dembélés entfesselter Auftritt mit einem Hattrick – die norwegischen Fehler nutzte Frankreich gnadenlos aus, auch wenn Norwegen zwischenzeitlich durch Aasgaard dran war. Senegal hingegen profitierte klar von der frühen roten Karte gegen Irak und legte in Überzahl ständig nach. Senegal hält sich damit, wenn auch wackelig, im Rennen um einen Platz im Achtelfinale. Laut aktuellen Berichten ist besonders die Formkurve der Franzosen nun im Zentrum der Debatte – erste Diskussionen, ob der Weg ins Halbfinale möglich ist, nehmen Fahrt auf. Weiterhin wird international diskutiert, wie schnell sich Turnierverläufe durch individuelle Aussetzer – wie bei der roten Karte im irakischen Team – verschieben. Die Konkurrenz beobachtet nun gespannt Frankreichs Entwicklung in der K.o.-Phase.
Neue Artikel zu diesem Thema:
1. Auf Spiegel Online wurde ausführlich über Frankreichs neue Offensivstärke berichtet: Sie analysieren, wie das Team nach mehreren Turnier-Misserfolgen endlich ins Rollen kommt und dass selbst Kritikpunkte an der Startelf inzwischen verpuffen.
2. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung widmet sich der starken Defensive und dem schnellen Umschaltspiel der Franzosen. Zudem wird Senegals taktische Disziplin gelobt und die mangelnde Erfahrung des irakischen Kaders kritisch betrachtet.
3. Der Zeit Online Artikel hebt die Auswirkungen der frühen roten Karte für den Irak hervor und beschreibt, wie schnell dies das Spielgleichgewicht zerstörte – ebenso loben sie die Entschlossenheit Senegals, trotz schwieriger Ausgangslage nicht aufzugeben.