Galeria-Miteigentümer wirbt um breitere Unterstützung: Politik, Sozialpartner und neues Filialkonzept im Visier

Bernd Beetz, einer der Teilhaber von Galeria, hat nach der Zusage eines dringend benötigten Rettungskredits nicht nur Optimismus verbreitet, sondern auch weitere Hilfen von Politik und Sozialpartnern eingefordert. Zeitgleich stellt er tiefgreifende Veränderungen für die Warenhauskette in Aussicht – die Weichen sind gestellt, der Weg bleibt steinig.

25.06.26 20:59 Uhr | 7 mal gelesen

Manchmal hat man den Eindruck, das Karussell der Kaufhausrettungen dreht sich endlos weiter – und mittendrin: Galeria. Bernd Beetz, Mitbesitzer der Gruppe, klingt zwar erleichtert über den neuen Kredit, tritt aber gleich auf die Bremse: Es ist längst noch nicht alles gerettet. In einer Mischung aus Sorge und Pragmatismus betont er, dass jetzt vor allem Teamwork gefragt ist – und dass die Verantwortlichkeiten nicht bei Galeria allein liegen. Der Fortbestand der Standorte berührt eine ganze Reihe von Akteuren, von Stadtverwaltungen bis Gewerkschaften. Ohne diese großen, oft spröden Allianzen drohe vielen Innenstädten ein beschleunigtes Ausbluten – und das kann nun wirklich niemand wollen, wenn man an die Lebendigkeit deutscher Fußgängerzonen denkt. Zukunft bedeutet in diesem Zusammenhang vor allem: Machen statt nur reden – laut Beetz etwa mit Flexibilisierung der Verkaufsflächen und neuen Partnern. Und, so klingt es fast schon flehend: Galeria will nicht nur kurzfristig überleben, sondern zurückkehren als ein Herzstück der Stadt. Die Zeit für Experimente ist jedenfalls jetzt – oder nie.

Bernd Beetz sieht Galeria in einer kritischen Phase: Der zugesprochene Kredit verschafft der Warenhauskette nur kurz Luft. Um das Unternehmen aus dem Krisenmodus in eine nachhaltige Zukunft zu führen, ruft er Politik, Städte, Vermieter und Gewerkschaften zum Schulterschluss auf. Geplant sind umfassende Modernisierungen wie flexible Flächenkonzepte, neue Kooperationspartner sowie ein überarbeitetes Sortiment. Gleichzeitig diskutiert die Branche insgesamt intensiv darüber, wie Kaufhäuser in einer digitalisierten, veränderten Innenstadtstruktur überleben können – immer wieder kommt dabei die Forderung nach aktiver Politik und kreativen Partnerschaften auf. Neueste Medienberichte zeigen auf, wie entscheidend die nächsten Wochen werden, da weitere Filialschließungen diskutiert und Investoren-Lösungen gesucht werden.

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